Smart-Beta, Nachhaltigkeit, Nebenwerte Diese ETFs bilden besondere Japan-Aktienindizes ab

Masato Katsumata, Toyotas Chef-Entwickler für mittelgroße Modelle, mit dem neuen Camry in der Hybrid-Variante: Die Aktie des Autogiganten steht in fast allen Japan-Indizes an erster Stelle. | © Getty Images

Masato Katsumata, Toyotas Chef-Entwickler für mittelgroße Modelle, mit dem neuen Camry in der Hybrid-Variante: Die Aktie des Autogiganten steht in fast allen Japan-Indizes an erster Stelle. Foto: Getty Images

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Nachdem wir im ersten Teil unseres Zweiteilers die Indexfonds (ETFs) auf japanische Standardindizes gezeigt haben, soll es hier also um die Exoten gehen.

Die Größe zählt: MSCI Japan Large/Mid/Small Cap

Indexplatzhirsch MSCI hat nicht nur einen Standardindex für Japan (MSCI Japan), sondern auch drei nach Größen eingeteilte weitere Indizes. Der MSCI Japan Large Cap enthält die 127 Unternehmen mit dem größten frei handelbaren Börsenwert (Free Float). Damit repräsentiert er rund 70 Prozent des japanischen Aktienmarkts – sagt MSCI. Schwergewicht ist Toyota mit 5,9 Prozent Anteil.

Dazu passend enthält der MSCI Japan Mid Cap die 193 nächstkleineren Unternehmen. Zusammen mit dem Large-Cap-Index bildet er den klassischen MSCI Japan. Der MSCI Japan Small Cap besteht aus 899 Unternehmen, die von der Größe her nach dem Mid-Cap-Index folgen. Zusammen machen sie laut MSCI 14 Prozent des japanischen Aktienmarkts aus.

MSCI, aber sauber: MSCI Japan SRI (SRI = Social Responsible Investment = Sozial verantwortliches Investieren)

Grundlage ist der MSCI Japan. Allerdings sind hier alle Unternehmen ausgeschlossen, die der Gesellschaft oder Umwelt schaden. Enthalten sind ausdrücklich Firmen, die außergewöhnlich gut soziale, umwelttechnische und firmenkulturelle Kriterien erfüllen (Environmental, Social und Governance, ESG). Die nötigen Analysen liefert die hauseigene Abteilung MSCI ESG Research.

Derzeit sind 59 Unternehmen enthalten, Schwergewicht ist Sony mit 6,4 Prozent.

Der bessere Nikkei: Nikkei 400

Er ist ein Gemeinschaftswerk der Redaktion der Nihon Keizai Shimbun („Japanische Wirtschaftszeitung“), Japan Exchange Group und Tokyo Stock Exchange. Und wahrscheinlich soll er japanischen Firmen den Schlendrian austreiben. Denn erklärtes Ziel ist es, „den japanischen Aktienmarkt zu revitalisieren“ (O-Ton der Indexverantwortlichen).