Soft Closing Fondsmanagement des Magna New Frontiers Fund zieht die Reißleine

Stefan Böttcher, Fondsmanager der Magna New Frontiers Fund von Charlemagne Capital

Stefan Böttcher, Fondsmanager der Magna New Frontiers Fund von Charlemagne Capital

Der Magna New Frontiers Fund aus dem Hause Charlemagne Capital unternimmt ein Soft Closing, heißt es von der Londoner Asset-Management-Boutique Charlemagne Capital. Der 2001 aufgelegte Fonds hat in letzter Zeit erhebliche Zuflüsse gesehen: Im vergangenen Herbst verwaltete er noch rund 45 Millionen Euro, im April waren es bereits 300 Millionen. Jetzt steht die 400.000-Euro-Marke, ab der ein Soft Closing erfolgen soll, direkt bevor. Berücksichtigt man die bisherige Volumenszunahme, dürfte dieser Wert statistisch gesehen in 14 Tagen erreicht sein, sagt Charlemagne-Vertriebsmanager Dennis Mehrtens.

Das lässt das Fondsmanagement vorsichtig werden: Demnächst sollen nur noch Anleger, die bereits investiert haben, Anteile hinzukaufen. Die Beschränkung wird zunächst mittles einer zusätzlichen Gebühr von fünf Prozent für Neuanleger umgesetzt. Als endgültige Obergrenze für den Fonds sieht das Team der Investmentspezialisten unter Fondsmanager Stefan Böttcher die Marke von 500 Millionen Euro. Ab hier soll ein Hard Closing erfolgen.

Der Magna New Frontiers Fonds hat seit Jahresbeginn 2016 eine Rally hingelegt. Der Kursverlauf geht seitdem stramm nach oben. Allein in den vergangenen zwölf Monaten hat der Fonds um beachtliche 45 Prozent zugelegt. Sein Referenzindex, der MSCI Frontier Markets, stieg selben Zeitraum lediglich um rund 17 Prozent. Diesen Erfolg belohnten Anleger mit hohen Mittelzuflüssen.

Das Fondsmanagement betreibt sorgfältiges Stockpicking und investiert auch in Märkten, die noch keinen Schwellenlandstatus besitzen. Nach Länderallokation setzt es derzeit vor allem auf Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan, das in diesem Monat von der Indexgesellschaft MSCI den Emerging-Market-Status zurückerhalten hat.

Soft Closing auch beim Oaks Emerging and Frontier Opportunities Fund möglich

Neben dem Magna New Frontiers Fund schließt möglicherweise bald auch der Oaks Emerging and Frontier Opportunities Fund aus dem Hause Charlemagne für Neuanleger. Auch dieser Fonds glänzte zuletzt mit einer beachtliche Performance, was viele Investorengelder angezogen hat: Über die vergangenen zwölf Monate legte er um rund 35 Prozent zu.

Beim Oaks Emerging and Frontier Opportunities sieht das Fondsmanagement die Kapazitätsgrenze bereits bei 200 Millionen Euro erreicht: Höhere Summen könnten den Investmentansatz behindern und die Anforderungen bezüglich Liquidität im Fonds unterwandern. Mittlerweile verwaltet der Fonds 110 Millionen Euro, ab 170 Millionen soll ein Soft Closing und ab der 200-Millionen-Grenze ein Hard Closing erfolgen. Mit Ausnahme von laufenden Sparplänen sollen dann keine Mittel mehr entgegengenommen werden.