Solarfonds-Serie: Sonnenfang mit Schutzfaktor

Quelle: iStock

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Viele Jahre hoffte die Gemeinde Kloster Lehnin im Brandenburgischen auf eine florierende Wirtschaft. Das Gewerbegebiet im Ortsteil Reckahn zog jedoch keine Unternehmen an. Im Oktober 2009 hat die Gemeindevertretung den Bebauungsplan geändert. Statt Gewerbe siedeln sich jetzt Solarmodule auf der Brache an. Auf zwei Feldern baut Beck Energy Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 36 Megawatt. Bis Jahresende sollen die Anlagen laufen und Strom für fast 12.000 Haushalte liefern.

Die Vergütung für den Strom soll an deutsche Anleger fließen. Denn die beiden Parks sind das Herzstück des geschlossenen Fonds Solar-Deutschlandportfolio III der Commerz Real. Rund die Hälfte der Erträge des Fonds stammt aus den brandenburgischen Anlagen, der Rest kommt von sechs Solarparks in Bayern.

Insgesamt investiert der Fonds in acht Freiflächen-Parks mit einer Nennleistung von 67,3 Megawatt. Damit ist er ein Schwergewicht unter den Solarfonds und fast dreimal so groß wie die beiden Vorgängerfonds. Das Investitionsvolumen beträgt 185 Millionen Euro, knapp 50 Millionen sollen Anleger investieren.

Preisnachlass bei späterem Start

Bis Anfang September waren vier Anlagen mit insgesamt knapp 26 Megawatt im Betrieb. „Für alle acht Anlagen lag bis zum 25. März 2010 ein beschlossener Bebauungsplan vor. Damit fallen sie unter die Übergangsregelung“, so Andreas Köhler, Leitung Strukturierte Produkte bei Commerz Real. Gehen die Anlagen wie geplant bis Ende des Jahres ans Netz, profitieren sie daher noch von den höheren Vergütungssätzen, die eigentlich nur für Anlagen galten, die bis zum 1. Juli den Betrieb aufnahmen. 20 Jahre lang gibt es 28,43 Cent pro Kilowattstunde. Sollten die Anlagen nicht rechtzeitig fertig sein, kann der Fonds vom Kaufvertrag zurücktreten oder nur die fertigen Teile erwerben. Eine Sonderregelung gilt für die Reckahn-Parks. Sie werden als einzige auf Konversions- und nicht auf Ackerflächen gebaut und sind damit auch bei Fertigstellung 2011 noch förderfähig. „Der Kaufpreis der Anlagen würde bei verspäteter Übernahme an die niedrigeren Fördersätze angepasst“, so Köhler. Partner ist wie bei den Vorgänger-Fonds Beck Energy.