Sonnenaufgang in Fernost Gehören japanische Aktien wieder auf die Einkaufsliste?

Ein Passant vor der Börsentafel in Tokio | © Getty Images

Ein Passant vor der Börsentafel in Tokio Foto: Getty Images

Japanische Aktien haben Anlegern lange Zeit nicht viel Rendite gebracht. Wer aufmerksam war, konnte im letzten Sommer jedoch eine Trendwende erkennen. Besonders im vierten Quartal 2016 zogen die Kurse im Nikkei 225 kräftig an. War das die Morgenröte vor dem Sonnenaufgang? Dafür spricht einiges.

Denn der Aufwärtstrend wurde ganz offensichtlich von der Währungsentwicklung gestützt. Anders kann ich die Daten in der Grafik kaum interpretieren: Der Kursanstieg Ende 2016 ging mit einer Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar einher – zu sehen am Anstieg der grünen Linie, die angibt, wieviel Yen einem US-Dollar entsprechen. Für eine exportorientierte Wirtschaft wie Japan ist das enorm wichtig.

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Was im Blick zurück klar scheint, wirft allerdings die Frage auf: Geht das so weiter? Das könnte durchaus sein. So dürfte der US-Dollar eher noch stärker werden – durch den Kurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die immer deutlichere Zinsschritte ins Visier nimmt, und die Hoffnung auf ein anziehendes Wirtschaftswachstum in den USA.

Die Bank of Japan ist zudem auf gegenläufigem Kurs: Sie will die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen nahe 0 Prozent halten. Die Aussichten für eine weitere Abwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar stehen damit nicht schlecht.

Das würde dann weiter Rückenwind für Japans Wirtschaft und Unternehmensgewinne bedeuten. Auch von den rund um die Welt etwas besser werdenden Wachstumsaussichten dürften Nippons Unternehmen profitieren. Wer davon überzeugt ist, sollte verstärkt auf japanische Aktien setzen – beispielsweise mit ETFs. Es gibt sie bezogen auf unterschiedliche japanische Aktienindizes – auch mit Währungs-Hedge.