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08.04.2011 15:24
Rubrik: Sparen & Portfolio

Anleger-Studie: Männer sind erfolgreicher, Frauen auch

Quelel: Fotolia

In Sachen Geldanlage ist kein Geschlecht per se erfolgreicher als das andere. Während Privatanlegerinnen die Finanzkrise besser meisterten als Privatanleger, führten in den Aufschwungszeiten mal die einen, mal die anderen.

Im Bullenjahr 2007 und im Bärenjahr 2008 waren Frauen bei ihrer Geldanlage erfolgreicher als Männer. In den Jahren 2009 und 2010 wendete sich das Blatt. Das ergab eine Studie der DAB Bank, die 2007/2008 mehr als 465.000 und 2009/2010 rund 450.000 Privatanleger-Depots analysierte.

Mit einer durchschnittlichen Wertentwicklung von 17,2 Prozent schlugen männliche DAB-Kunden im Jahr 2010 den Dax, der in diesem Zeitraum um knapp 16 Prozent zulegte. Anlegerinnen hingegen gelang das nicht: Ihre Depots nahmen 2010 im Schnitt um lediglich 14,2 Prozent zu.

Wie auch in den beiden Vorjahren stellten die Forscher fest, dass Männer die aktiveren Börsenteilnehmer sind und eine höhere Risikobereitschaft zeigen. Sie kaufen und verkaufen mehr als doppelt so häufig wie Frauen und setzen vor allem auf Einzelaktien und Optionsscheine. Die eher sicherheitsorientierte Frauen haben hingegen mehr festverzinsliche Wertpapiere und Fonds in ihren Depots.

Darüber hinaus schlagen sich die niedrigeren Gehälter der Frauen und die beruflichen Auszeiten zugunsten der Familienarbeit massiv auf das Vermögen der Bankkundinnen nieder: Sie hatten rund ein Drittel weniger Geld in ihren Depots als Männer.

Die Forscher schlussfolgern, dass die risikobereiten Männer die Chancen in steigenden Märkten besser nutzen, während Frauen dank ihrer Vorsicht in Krisenzeiten punkten. Dabei scheinen sie jedoch zu vergessen, dass die Wertentwicklung der Frauen-Depots auch im Bullenjahr 2007 immerhin rund 4 Prozentpunkte über der der Männer-Depots lag. Während in Krisenzeiten also Vorsicht eindeutig Trumpf ist, scheint das Geschlecht und die damit verbundene Risikoneigung in Aufschwungszeiten nicht ausschlaggebend zu sein. 

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