Sparstrumpf im Tresorraum So bewahren Sie Ihr Bargeld sicher auf

Eingang zum 45 Meter langen Tunnel, über den die Bankräuber in die Berliner Volksbank gelangten: Da auch ein Banktresor keine absolute Sicherheit bietet, sollten Kunden aufmerksam die Vertragsbedingungen lesen. Foto: Getty Images

Eingang zum 45 Meter langen Tunnel, über den die Bankräuber in die Berliner Volksbank gelangten: Da auch ein Banktresor keine absolute Sicherheit bietet, sollten Kunden aufmerksam die Vertragsbedingungen lesen. Foto: Getty Images

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In der Regel haben renommierte Finanzprofis für die Forderungen der Linken wenig Verständnis. Doch wenn die Europäische Zentralbank EZB einen Strafzins einführt, den die Banken für ihre Einlagen bei der Notenbank bezahlen müssen, wenn mehr als 200 deutsche Banken keinen Tagesgeldzins mehr zahlen und Anleger damit nach Abzug der Inflation einen Teil ihres Vermögens verlieren, dann ist das eine Ausnahmesituation. Dann kommen schon mal zwei, die sich unter normalen Umständen hitzige Debatten liefern würden, auf die gleiche Idee. Wie Sahra Wagenknecht und Max Otte. Die Linken-Politikerin rät den Bürgern, ihr Sparkonto zu plündern. Damit würden sie der Bankindustrie einen Denkzettel verpassen - und im Sparstrumpf sei das Geld derzeit eh sicherer als bei der Bank.

Otte bestätigt das. „Der Bürger macht mit seinem Sparkonto keinen Gewinn und trägt auch noch das Risiko der Bank mit“, erklärt er im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com. Ein Verlustgeschäft.

Zahl der Wohnungseinbrüche auf Zehn-Jahres-Hoch

Doch auch wer dem Rat Wagenknechts und Ottes folgt und seine Ersparnisse in den Sparstrumpf, unter die Matratze oder in den Wäscheschrank steckt, geht ein Risiko ein. Denn laut dem Versicherungsverband GDV hat die Zahl der Wohnungseinbrüche mit 150.000 im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht. Dabei erfasst der Verband nur Einbrüche bei Menschen, die versichert waren: Die Gesamtzahl dürfte also um einiges höher sein.

Sicherer ist das Geld in einem Banktresor. Das wissen viele Bürger: Nach Angaben des Bankenverband sowie nach Informationen von mehreren, von DAS INVESTMENT.com befragten Banken steigt die Nachfrage nach Schließfächern. Einige Finanzinstitute nutzen das, um die Preise zu erhöhen. Wie die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Zum 1. Januar 2015 steigt der Preis für das kleinste Schließfach beim Finanzinstitut von 81 auf 97 Schweizer Franken (also umgerechnet von 67 auf 75 Euro) jährlich. Wer ein mittelgroßes Tresorfach mieten will, muss im kommenden Jahr 720 anstatt 600 Franken (das entspricht 597 statt 497 Euro) berappen. Von den Mietern ihrer größten Schließfächer verlangt die ZKB bald 6.600 Franken (5.474 Euro) statt 5.500 Franken (4.562 Euro).