Statistisches Bundesamt In diesem Bundesland sind Menschen besonders armutsgefährdet

Menschen in Bremen sind am stärksten von Armut bedroht. Das Statistische Bundesamt hat ermittelt, wie stark die Menschen in verschiedenen Bundesländern in Gefahr sind zu verarmen. Die Daten stammen von 2016. Die Größe, die das Statistische Bundesamt gemessen hat, heißt „Armutsgefährdungsquote“. Die Quote misst den Anteil der Menschen, die weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens in Deutschland zur Verfügung haben.

Nun sind die Lebenshaltungskosten von Bundesland zu Bundesland selbstverständlich unterschiedlich. Für einen Euro kann man in Wismar mehr kaufen als in München. Wo außerdem tatsächliche „Armut“ beginnt und dass die Schwelle zwischen einem auskömmlichen Leben und Armut sehr subjektiv ist, ist in der technischen Größe ebenfalls nicht enthalten. Dennoch geben die Zahlen einen guten Anhaltspunkt für einen bundesweiten sozialen Vergleich.

Deutliche Unterschiede bei der Verteilung der Einkommen sieht Destatis zwischen alten und neuen Bundesländern.  In der früheren Bundesrepublik – ohne Berlin – haben 15,0 Prozent der Menschen ein erhöhtes Armutsrisiko. In den neuen Bundesländern einschließlich der Bundeshauptstadt sind es 18,4 Prozent.

Besonders armutsgefährdet sind Alleinerziehende und Erwerbslose – auch hier wiederum mit regionalen Unterschieden. In Baden-Württemberg sind 43,4 Prozent der Erwerbslosen armutsgefährdet, in  Sachsen Anhalt betrifft das dagegen 75,6 Prozent.