Studie: Die besten Finanz-Apps aus Kundensicht

Quelle: Gettyimages

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Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) aller App-Nutzer in Deutschland zeigen konkretes Interesse an mobilen Anwendungen ihrer Bank oder Versicherung. Nur 8 Prozent haben kein Interesse.

Die mobile Generation ist im Finanzdienstleistungsmarkt demzufolge stark umworben. Bei den bestehenden Finanzdienstleister-Apps muss man jedoch genau unterscheiden, fand eine Trendstudie des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Heute und Morgen heraus.

Nutzwert schlägt Spielerei

Demnach haben nachhaltige Erfolgschancen nur solche Finanz-Apps, die einen echten Mehrwert für die Nutzer und vor allem für die eigenen Kunden stiften.

Haupthürde für die weitere Verbreitung von Finanz-Apps, und insbesondere von Banking-Apps, sind derzeit noch Sicherheits- und Datenschutzbedenken vieler Verbraucher (siehe Grafik) – dies entspricht der Frühphase des Online-Banking am PC.

Das Beratungsinstitut fragte nach, wie attraktiv bestimmte Funktionen einer Bank- beziehungsweise Versicherungs-App für die Kunden sind.

Bei den Banken-Apps stehen dabei verschlüsselte Datenübertragung (87 Prozent halten dies für sehr wichtig oder wichtig) und Notfallnummern für Kartensperre (85 Prozent) ganz oben. Auch das Durchführungen von Überweisungen und das Anzeigen einer persönlichen Finanzübersicht (je 82 Prozent) sowie die Suche nach Geldautomaten in der Nähe (79 Prozent) werden als sinnvoll erachtet.

Am Ende der App-Funktionswunschliste für die Kunden stehen Wertpapierkauf (32 Prozent), kostenloses Abonnement des Kundennewsletters (30 Prozent) sowie Börsennews (26 Prozent).

Alle Versicherungsverträge auf dem Smartphone Bei den Versicherungs-Apps  wird eine Übersicht über die bei der Versicherung hinterlegten persönlichen Daten und die dort abgeschlossenen Verträge als nützlich empfunden.

An erster Stelle steht die Möglichkeit der telefonischen Kontaktaufnahme (78 Prozent halten dies für sehr wichtig oder wichtig). Es folgen das Festlegen einer Telefonnummer zur Benachrichtigung von Angehörigen im Notfall (76 Prozent), die Lokalisierung des eigenen Standorts per GPS zur Ortung im Falle eines Unfalls und die Möglichkeit der Sicherung von Beweisen durch die Kamera-Funktion des Handys (je 74 Prozent).

„Gefragt sind vor allem alltagstaugliche Funktionen und kreative Ideen, die zur eigenen Marke und zu den eigenen Kunden passen und das mobile Leben unmittelbar unterstützen. Wenig hilfreich sind hingegen einfache ´Spielereien´ oder das blinde Verfallen in einen App-Hype“, konstatiert Tanja Höllger von der Heute und Morgen GmbH. Zusatzfunktionen wie etwa ein Bußgeldrechner, ein Quiz zur Überprüfung der Erste-Hilfe-Kenntnisse oder Wetterinformationen waren dementsprechend weniger gefragt.

Die besten Apps aus Kundensicht

Das Beratungsinstitut testete auch die Akzeptanz von rund zwei Dutzend marktgängigen Finanz-Apps. Spitzenreiter in der Kundenbewertung der getesteten Banking-Apps sind die Mobile Banking-App der ING-Diba, die „Meine Bank“-App der Deutschen Bank und die Cortal Consors App.