Studie von Lloyd Fonds: Wie investieren Großanleger?

Dagmar Krieglstein

Dagmar Krieglstein

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Die Ergebnisse zeigen, dass vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheiten auf den Finanzmärkten Investments bevorzugt werden, die ambitionierte Renditeerwartungen erfüllen, gleichzeitig aber vergleichsweise risikoarm sind. Deshalb suchen viele professionelle Investoren nach alternativen Kapitalanlagen zu den klassischen Anlageformen Renten und Aktien und planen zukünftig, ihre Sachwertinvestments insbesondere in den Bereichen Immobilien und Erneuerbare Energien auszubauen.

An der Studie beteiligten sich insgesamt 583 professionelle Investoren, darunter 360 Institutionelle Investoren (Banken, Versicherungen und Stiftungen), 98 Vermögensverwalter und 125 Family Offices.

Überhang an gering verzinslichen Investments

Die aktuelle Asset Allokation der drei Investorengruppen fällt differenziert aus. Während Institutionelle Investoren knapp 60 Prozent des Kapitals in Renten investieren, legen Vermögensverwalter den Schwerpunkt auf Aktien (43 Prozent). Die Asset Allokation der Family Offices fällt insgesamt diversifizierter aus: Die Rentenquote beläuft sich auf rund 19 Prozent, die Aktienquote fällt unmerklich geringer aus. Auch in Immobilien werden knapp 20 Prozent des Vermögens investiert. Neben den Immobilieninvestments, die gesondert in dieser Studie erfasst werden, investieren Family Offices knapp acht Prozent ihres Vermögens in Sachwerte, gefolgt von Vermögensverwaltern mit knapp vier Prozent des Portfolios.

Institutionelle Anleger investieren derzeit nur 1,5 Prozent ihres Kapitals in Sachwerte. Insgesamt zeigt die Studie jedoch bei den Institutionellen Investoren einen derzeitigen Überhang eher gering verzinslicher Anleihekategorien. Die Aktienquote ist vergleichsweise gering. Demgegenüber weisen Vermögensverwalter eine deutlich höhere Aktienquote auf. Der Anteil der Sachwertanlagen (inklusive Immobilienanlagen) ist etwa gleich hoch wie bei den Institutionellen Investoren.

Family Offices sind hingegen homogener investiert. Besonders auffällig ist hier die mit 27,5 Prozent vergleichsweise hohe Quote an Immobilien- und weiteren Sachwertinvestments.