Studie zur Altersvorsorge „Kapitalgedeckte Renten-Systeme bringen mehr Risiken und nicht mehr Erträge“

Ein Rentner blickt in Helgoland auf die Nordsee: Die gesetzliche Rente sinkt immer weiter, und laut aktueller Studienergebnisse kann die private Vorsorge dies nicht ausgleichen.  | © Getty Images

Ein Rentner blickt in Helgoland auf die Nordsee: Die gesetzliche Rente sinkt immer weiter, und laut aktueller Studienergebnisse kann die private Vorsorge dies nicht ausgleichen. Foto: Getty Images

//

Der von OECD und EU-Kommission erwartete reale Effektivzins für Kapitalanlagen in Höhe von 3 Prozent erweise sich „auf der Basis einer historischen Betrachtung als deutlich überhöht“, schreiben die Rentenexperten David Mum und Erik Türk in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung in ihrer Studie. Diese liegt dem SWR vor.

Die Untersuchung hat Bedeutung, weil die OECD-Rendite-Einschätzungen von Regierungen und Versicherungskonzernen „als objektive Quelle ins Feld geführt“ und als Grundlage für die Ausweitung der privaten Altersvorsorge genutzt werden.

Die „völlig überzogenen“ Rendite-Erwartungen hätten erhebliche Auswirkungen auf das deutsche Rentensystem, meinen die Autoren. Man müsse „kritisch prüfen, inwieweit man sich auf die Kapitaldeckung als ein zentrales Element der lebensstandardsichernden Alterssicherung verlassen kann“.