Studie zur Wirtschaftskriminalität Versicherer klagen über Provisionsbetrug durch Vermittler

Datensicherheit: Ein Drittel der Versicherer berichtete über mindestens einen Fall von Cyberkriminalität | © pixabay.com

Datensicherheit: Ein Drittel der Versicherer berichtete über mindestens einen Fall von Cyberkriminalität Foto: pixabay.com

Die Betrugsfälle im Versicherungsbereich nahmen in den vergangenen Jahren zu. Das ist das Ergebnis einer Studie, die Kantar Emnid im Auftrag der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt hat.

Während im Durchschnitt aller Branchen 51 Prozent der befragten Unternehmen Opfer von Wirtschaftskriminalität geworden sind, waren es bei den Versicherern 70 Prozent. Dies ergibt eine signifikante Zunahme von 17 beziehungsweise 21 Prozentpunkten gegenüber den Studien 2013 und 2011 (53 Prozent beziehungsweise 49 Prozent) – sowie die höchste Belastung seit 2007.

61 Prozent der Gesellschaften waren Opfer von Versicherungsbetrug

Der Anstieg beruht vor allem auf zunehmenden Vermögenskriminalitätsdelikten wie Betrug. Davon waren laut der Sonderauswertung 61 Prozent der Versicherer betroffen (36 Prozent im Jahr 2013), während der Durchschnittswert aller Branchen nur 37 Prozent betrug.

88 Prozent der befragten Versicherer wurden durch Vermögenskriminalität auch am schwersten geschädigt. Der Durchschnitt aller Branchen lag hier bei 56 Prozent.

Provisionsbetrug durch Versicherungsvermittler

Ebenfalls wesentlich häufiger als im Durchschnitt aller Branchen wurden Versicherer durch externe Wirtschaftsstraftäter geschädigt. Drei Viertel davon wurden als Geschäftspartner und Dienstleister identifiziert– mehr als doppelt so viele wie im branchenübergreifenden Schnitt. Wie die 2012 von PWC durchgeführte Studie zeigt, handelt es sich dabei zu einem großen Teil um Provisionsbetrug durch Versicherungsvermittler.

Caption