Tech-Quote rauf und ein Herz für Henkel Fonds-Klassiker im Check-Up: Ökoworld Ökovision

Alexander Mozer, Manager des Ökoworld Ökovision

Alexander Mozer, Manager des Ökoworld Ökovision

1. Der Konkurrenz-Vergleich

Als der Ökoworld Ökovision 1996 an den Start ging, waren nachhaltige und ökologisch orientierte Anlagekonzepte lediglich ein Nischenthema. Das hat sich in den vergangenen 20 Jahren grundlegend geändert, mittlerweile können Investoren in Deutschland aus mehr als 400 Fonds dieser Bauart wählen. Etwa 60 Milliarden Euro bringen sie nach Angaben des Sustainable Business Institute auf die Waage.

Allerdings entsprechen die Fonds nicht immer exakt dem, was Anleger von einem solchen Produkt erwarten. Investments in Ölfirmen sind durchaus denkbar, sofern sie im Branchenvergleich nachhaltiger agieren als andere – Stichwort Best in Class-Prinzip. Beim Ökovision hingegen bleiben sie konsequent außen vor, denn der Fonds wird nach dem Ausschlussprinzip gemanagt, das auch Firmen aus weiteren Branchen wie etwa der Atomenergie umfasst.

Damit weicht die Portfoliostruktur deutlich von der Zusammensetzung herkömmlich gemanagter global anlegender Fonds ab. Das zeigt sich auch am Vergleich des globalen Aktienindex MSCI World mit dem Anlageuniversum des Ökovision: Der Index setzt sich aus rund 1.650 Einzeltiteln zusammen, das Anlageuniversum des Ökovision hingegen besteht aus weltweit rund 300 Firmen, die der unabhängige Anlageausschuss ausgewählt hat.

„Wir sehen den MSCI World generell nicht als sinnvolle Benchmark für ein weltweites Aktienportfolio“, betont Fondsmanager Alexander Mozer. Der Index sei mit 60 Prozent US-Aktien wenig diversifiziert und für Euro-Anleger zu sehr von der Währungsentwicklung abhängig. Zudem bilde er die weltweiten wirtschaftlichen Gegebenheiten schlecht ab.

Die Einordnung des Fonds gestaltet sich darum auch nicht einheitlich: So ordnet die Rating-Agentur Morningstar ihn der Kategorie Branchenfonds Ökologie zu, die Münchner Analyseagentur FWW Fund Services sortiert ihn in die Kategorie Aktien All Cap Welt ein. Mozer selbst sieht den Fonds durchaus beiden Kategorien zugehörig, allerdings „findet sich in beiden eine hohe Anzahl an Fonds, die sehr wenig mit unserem Ansatz zu tun haben“.

Über ein Jahr reicht das Performance-Spektrum in der FWW-Vergleichsgruppe zum Stichtag 30. November von minus 20,2 bis plus 26,8 Prozent. Der Ökovision liegt mit minus 0,5 Prozent exakt auf der Höhe des Durchschnitts. „Im Betrachtungszeitraum verzeichneten unter anderem Rohstoff- und Minenunternehmen einen starken Aufschwung – von solchen Firmen lassen wir aber aufgrund unserer Anlagephilosophie grundsätzlich die Finger“, kommentiert Mozer das Ergebnis.

Quelle: FWW Fundservices GmbH

Über drei Jahre erzielte der Fonds einen Wertzuwachs von 27,7 Prozent und liegt damit leicht unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe. Dort reicht die Spanne von minus 15,6 bis plus 76,7 Prozent.

Quelle: FWW Fundservices GmbH

Im Fünf-Jahres-Vergleich erwirtschaftete das Managementteam mit dem Fonds ein Plus von 85,7 Prozent - rund 10 Prozentpunkte mehr als der Sektor-Durchschnitt. „Mit einer jährlichen Performance von mehr als zwölf Prozent über diesen Vergleichszeitraum sind wir – und unsere Anleger – sehr zufrieden“, kommentiert Mozer das Ergebnis. Zu den Aktien, die sich über diesen Zeitraum besonders gut entwickelten, gehörten unter anderem der Laborbetreiber Eurofins Scientific und die indische Yes Bank, ergänzt der Fondsmanager.

Quelle: FWW Fundservices GmbH