Teils Apple, teils Aldi Bankkunden wollen nicht für persönliche Beratung zahlen

Die Warteschlange vor einem Apple-Store: Banken sollen sich an dem legendären Technikanbieter orientieren, meint die Hälfte der Umfrageteilnehmer. Foto: Getty Images

Die Warteschlange vor einem Apple-Store: Banken sollen sich an dem legendären Technikanbieter orientieren, meint die Hälfte der Umfrageteilnehmer. Foto: Getty Images

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Der Filialabbau bei deutschen Banken ist im vollen Gange. Laut einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger von 2013 wollen drei von vier Banken die Zahl der Geschäftsstellen in Zukunft senken. Doch was denken die Kunden darüber? Die Unternehmensberatung und Visa Europe fragten nach. Nur einer von vier Kunden will für persönliche Beratung zahlen

Kunden wollen Bankfilialen, aber nicht um jeden Preis, so ein Studienergebnis. Für 62 Prozent der Befragten ist die Nähe zur Filiale ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Hausbank. Wichtig ist aus Kundensicht vor allem, dass Banken für komplexe Produkte auch weiterhin eine individuelle und persönliche Beratung anbieten - darauf legen 65 Prozent der Umfrageteilnehmer wert.

Kommen die Beratungskosten ins Spiel, sieht das allerdings schon wieder anders aus. So stimmen zwar 64 Prozent der Befragten der Aussage "Bei gleichen Konditionen würde ich das Produkt lieber in der Filiale abschließen" zu. Für noch mehr Kunden (69 Prozent) sind die finanziellen Konditionen bei Bankgeschäften jedoch das ausschlaggebende Kriterium.

Die Filiale ist also nur konkurrenzfähig, solange sie nicht teurer ist als Online-Alternativen. Denn für persönliche Beratung zu zahlen akzeptiert nur einer von vier Kunden.

Eine kostengünstige Alternative zur Filiale bieten die neuen Medien. Bereits jeder vierte befragte Bankkunde empfindet Videotelefonie und Chat als gleichwertige oder gar bessere Alternative zur Beratung vor Ort. Bei Direktbanken, die eine eher technik- und online-affine Klientel anlocken, sind es sogar 41 Prozent.