Offshore-Schiffe: Das letzte Bollwerk
Die Handelsschifffahrt ist eingebrochen, Charterraten sind auf Tauchstation. Stetiger Nachschub an neuen Schiffen lässt nicht auf eine schnelle Erholung hoffen. Relativ krisenresistent hingegen haben sich bisher die Offshore-Schiffe gezeigt, die vor allem Ölplattformen beliefern. Ohne Blessuren wird aber auch dieses Segment nicht davon kommen.
Während die Container- und Massengutschifffahrt bis Sommer vergangenen Jahres über ständig steigende Treibstoffkosten klagte, freute sich die Offshore-Schifffahrt über den von Rekord zu Rekord eilenden Ölpreis. Denn der Preis des schwarzen Goldes ist ein Schlüsselfaktor für das Segment.
Offshore-Schiffe versorgen alle Bauten auf hoher See. Das sind nicht nur fest installierte Öl- und Gas-Bohrinseln, die während des Baus, ihrer Einsatzzeit und der Abwrackung die Versorger-Schiffe benötigen, sondern zunehmend auch mobile Plattformen. Zum einen die Jack-Ups, die auf mehreren Beinen auf dem Meeresgrund stehen, und zum anderen schwimmende Plattformen, die vor allem für Erkundungen und Bohrungen in der Tiefsee eingesetzt werden.
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„Über rund 20 Jahre lag die Zahl der Ölplattformen zwischen 400 und 500“, sagt Rita Bollinger vom norwegischen Research-Unternehmen R.S. Platou. „2005 ging dann der Boom los. Mittlerweile gibt es über 600 Plattformen.“ Bollinger
erwartet, dass die Zahl bis 2012 auf 750 steigt. Gründe für den Boom sind schnell gefunden: der hohe Ölpreis und der technische Fortschritt. Öl-Multis haben mit dem steigenden Ölpreis immer mehr Geld in Forschung und Entwicklung gesteckt, ebenso in die Erkundung neuer Ölvorkommen. Sie bohren in immer größeren Meerestiefen. Davon profitiert auch die Offshore-Schifffahrt. Die Formel ist simpel: Je höher der Ölpreis, desto mehr Plattformen werden gebaut und desto mehr Schiffe werden benötigt, um diese Plattformen zu versorgen.












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