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18.09.2009 08:59
Rubrik: Themenspecial Value Investing

Small Caps: Anlegen in Nebenwerte, aber bitte mit Value

Foto: Fotolia

Von den Verlusten an den weltweiten Börsen haben sich die Small-Caps schneller erholt als ihre Kontrahenten vom Team der Large-Caps. Grundsätzlich sind Small Caps jedoch deutlich schwankungsanfälliger. Eine Value-Strategie kann die Nerven schonen.

Small Caps haben eindeutige Vorteile, die je nach Region derzeit unterschiedlich stark zur Geltung kommen. Fakt ist, dass kleine Firmen überwiegend ein sehr fokussiertes Geschäftsmodell haben. Sie besiedeln Nischen und konzentrieren sich meist auf ihren Heimatmarkt. Durch den Fokus auf die heimischen Märkte sind sie weniger anfällig für die Befindlichkeiten der globalen Wirtschaft.

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Ihre Attraktivität lässt Small Caps auch häufig im Mittelpunkt von Übernahmespekulationen stehen, was dazu führt, dass ihr Börsenkurs in die Höhe schnellt. Der Grund: Kleine Gesellschaften sind meist nicht so hoch verschuldet und haben einen guten Cash-Flow, das macht sie für Investoren interessant. Aufgrund des deutlich höheren Anlageuniversums bietet das Small-Cap-Segment auch wesentlich mehr Möglichkeiten, attraktive Unternehmen ausfindig zu machen.

Was Anleger jedoch unbedingt bedenken sollten: Kleine Firmen haben ein deutlich volatileres Geschäft. Verschiebt sich ein Auftrag oder fällt er ganz aus, belastet das die Profitabilität der Small Caps wesentlich stärker. Die geringe Liquidität im Nebenwerte-Segment macht ein zu großes Engagement zudem schwierig. Da die Handelsvolumen sehr niedrig sind, können selbst kleinste negative Meldungen zu deutlichen Kursverlusten führen. Das kann vor allem für institutionelle Investoren zu einem Problem werden: Sie können im Notfall nicht schnell genug wieder verkaufen.

Diversifikation beim Anlagestil

Um die Frage, wann sich Small Cap Titel lohnen, zu beantworten, muss ein weiterer Aspekt beachtet werden: die Diversifikation beim Anlagestil. Dabei wird zwischen Wachstums- und Value-Titeln sowie zwischen Aktien mit niedriger und solchen mit hoher Börsenkapitalisierung unterschieden. Unter dieser Prämisse hat der Nobelpreisträger William Sharp zusammen mit anderen Fachleuten nachgewiesen, dass diese Aufteilung das größte Erklärungspotenzial und die größte Stabilität aufweist. Die Aufteilung des Marktes beispielsweise nach Sektoren ist instabiler und die Merkmale ändern sich rascher.

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