Threadneedle European Select Fund Die Suche nach den größten Burggräben

David Dudding und Mark Nichols (links), Co-Fondsmanager des Threadneedle European Select Fund

David Dudding und Mark Nichols (links), Co-Fondsmanager des Threadneedle European Select Fund

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Geschützt zu leben, war für die Menschen im Mittelalter ein essenzielles Bedürfnis. Um sich vor Angriffen zu schützen, bauten sie damals Gräben um ihre Burgen. Dabei galt: Je tiefer und breiter ein Burggraben, desto besser der Schutz. Das ist ein Bild, das sich sehr gut auf Unternehmen in der heutigen Zeit übertragen lässt. Denn für sie muss es darum gehen, einen wirtschaftlichen Graben zu errichten, der sie vor Wettbewerbern schützt und ihnen eine gewisse Preissetzungsmacht verleiht.

Ein faszinierender Gedanke. Denn solche Firmen sind in der Lage, die Preise zu erhöhen, ohne dass die Kunden sofort zu einem Konkurrenten abwandern. Nur so können sie langfristig attraktive und steigende Erträge für ihre Anleger zu erwirtschaften - und sich zugleich weniger abhängig von konjunkturellen Schwankungen entwickeln. Nehmen Sie zum Beispiel Anheuser-Busch InBev. Der Getränkekonzern verfügt über weltbekannte Biermarken, über ein starkes Vertriebsnetz und auf Grund seiner Größe über Einkaufsmacht, wodurch sich Kostenvorteile ergeben. Tatsächlich müsste ein Wettbewerber sehr viel Geld in die Hand nehmen, um zu einer existenziellen Bedrohung für diesen Konzern zu werden. Aber auch ein Patent, das einem Pharmaunternehmen ein Preismonopol verschafft, kann ein solcher Burggraben sein.

Branchenstrukturen verstehen

Für den Threadneedle European Select Fund suchen wir nach solchen qualitativ hochwertigen Firmen mit einem tiefen und breiten Graben. Die Kunst dabei ist es, den wirtschaftlichen Graben zu quantifizieren und zu prüfen, ob er langfristig standhalten kann. Dafür greifen wir auf das Modell der fünf Wettbewerbskräfte des Harvard-Professors Michael E. Porter zurück. Damit analysieren wir die Wettbewerbsintensität in einer Branche, ob Ersatzprodukte den Markt gefährden, die Marktmacht der Abnehmer und der Lieferanten sowie die Eintrittsbarrieren in einen Markt

Insgesamt steht für die Titelauswahl ein Universum von 1.500 europäischen Firmen zur Verfügung, aus dem wir gemeinsam mit einem Team von 13 interdisziplinären Aktienspezialisten die unserer Ansicht nach aussichtsreichsten Titel herausfiltern. Und tatsächlich finden sich immer wieder attraktive Unternehmen, die in dieses Beuteschema passen und die zudem, bezogen auf ihren inneren Wert, mit einem Abschlag bewertet sind. Denn gerade die Fähigkeit solcher Firmen, dauerhaft überdurchschnittliches Wachstum zu erzielen, wird von Investoren oft unterschätzen.

Allerdings reicht es nicht, die gefunden Titel ins Portfolio zu legen. Schließlich besteht stets das Risiko, dass sich an den Wettbewerbsstrukturen in einer Branche etwas ändert oder der Wettbewerbsvorteil einer Firma, aus welchen Gründen auch immer, wegfällt. Deshalb müssen die Unternehmen im Rahmen des Risikomanagements auch laufend überprüft werden.

Seit 30 Jahren erfolgreich

Am Ende ergibt sich so ein relativ konzentriertes Portfolio aus 40 bis 60 Titeln, bei denen wir in hohem Maße davon überzeugt sind, dass sie langfristig ein attraktives Ertragspotenzial aufweisen. Mit seiner Fokussierung auf nachhaltiges Wachstum bietet der Threadneedle European Select Anlegern eine attraktive Anlagealternative, um auch stürmische Zeiten gut zu überstehen.

Schließlich hat sich der Ansatz auch in der Vergangenheit bewährt. Für die vergangenen 30 Jahren seit Auflage weist der Fonds eine annualisierte Wertentwicklung von 11,2 Prozent pro Jahr aus und hat damit beispielsweise den FTSE World Europe (ex UK) deutlich hinter sich gelassen, der nur auf einen Zuwachs von 8,1 Prozent pro Jahr in diesem Zeitraum kam. Über den Fünfjahreszeitraum überzeugt der Threadneedle European Select mit einer annualisierten Rendite von 16,7 %, während der Index lediglich um 12,8 % zulegen konnte.*

* Stand: 30.09.2016. Alle Ertragsangaben vor Abzug von Gebühren und einschließlich reinvestierter Bruttoerträge. Betrachtungszeitraum 31.10.1986 bis 30.09.16. Seit dem 01.04.2014 werden die Fondserträge anhand der globalen Schlusskurse und täglichen Cashflows berechnet. Ab dem 01.01.2008 basierten die Ertragsdaten auf den globalen Schlusskursen (vor diesem Zeitpunkt wurden offizielle 12-Uhr-Kurse verwendet).

Disclaimer: Wesentliche Risiken & wichtige Informationen >>