BNY Mellon Traditionshaus mit Start-up

Central Station in New York

Central Station in New York

Der erste Schritt zur Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika wurde mit der Unabhängigkeitserklärung (Declaration of Independence) am 4. Juli 1776 vollzogen. Elf Jahre später, am 17. September 1787, unterzeichneten dann 39 Delegierte der Philadelphia Convention in Philadelphia die Verfassung der USA. Darunter Alexander Hamilton, der zwei Jahre später unter Präsident George Washington sein Amt als erster amerikanischer Finanzminister antrat. Sein Konterfei ist in den USA bestens bekannt, schmückt es doch die 10-Dollar-Note.

Alexander Hamilton entwickelte maßgeblich die Strukturen des amerikanischen Finanzsystems. Er gründete etwa die Münzprägeanstalt US Mint und war beim Aufbau der ersten Börse beteiligt, dem Vorläufer der New York Stock Exchange. Merchants Coffee House an der Ecke Wall Street/Water Street war damals ein beliebter Treffpunkt von New Yorkern, die gegen den britischen Imperialismus aufbegehrten.

Auch Hamilton war dort ein häufiger Gast, und in dem Kaffeehaus schmiedete er auch seine Pläne für die erste amerikanische Bank: die Bank of New York, die 1784 von Hamilton gegründet wurde. Sie vergab den ersten Kredit an die Regierung der Vereinigten Staaten. Und Anteilsscheine der Bank waren ebenfalls die ersten, die 1792 am neu geschaffenen Aktienmarkt gehandelt wurden.

Als Alexander Hamilton schließlich im Jahr 1804 starb, war Thomas Mellon noch gar nicht geboren. Erst 1813 erblickte dieser in Irland das Licht der Welt – und emigrierte noch als Kind mit seinen Eltern in die USA. 1869 gründete er zusammen mit seinen Söhnen Andrew und Richard in Pittsburgh die T. Mellon & Sons Bank.

Das Finanzinstitut war wichtiger Geldgeber für die industrielle Entwicklung in der Stadt. Unternehmen wie Alcoa und US Steel entstanden mithilfe der Bank. Im Jahr 1920 schied Sohn Andrew aus dem Unternehmen aus, um 49. Finanzminister der Vereinigten Staaten zu werden. Er blieb elf Jahre unter drei Präsidenten im Amt.