Trotz IDD und Mifid II BCA-Vorstand Frank Ulbricht: „Honorarberatung setzt sich nicht durch“

BCA-Vorstand Frank Ulbricht (links) mit Journalisten und BCA-Marketingleiter Mirko Faust (ganz rechts) auf dem BCA Pressedialog in Frankfurt | © Svetlana Kerschner

BCA-Vorstand Frank Ulbricht (links) mit Journalisten und BCA-Marketingleiter Mirko Faust (ganz rechts) auf dem BCA Pressedialog in Frankfurt Foto: Svetlana Kerschner

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Der Countdown läuft: Der Gesetzgeber arbeitet an der Umsetzung der EU-Versicherungsvermittlungsrichtlinie IDD und der EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II in deutsches Recht. Indem er für Provisionsvermittler in der Finanz- und Versicherungsbranche strengere Auflagen plant, will der Gesetzgeber vor allem Anleger und Versicherte schützen und die Honorarberatung stärken.

Doch funktioniert das? „Wir bei BCA merken keine Nachfrage nach Honorarberatung, weder im Versicherungs- noch in Haftungsdach-Geschäft“, erklärt BCA-Vorstand Frank Ulbricht auf dem BCA Pressedialog in Frankfurt. Der BCA habe gerade einmal eine einzige Honorarberaterin, die im Wertpapierbereich aktiv sei.

Honorarberater nicht vergleichbar mit Rechtsanwalt

Warum das so ist? „Die Honorarberatung lässt sich im Moment bei Endkunden nicht durchsetzen“, erklärt Ulbricht. Das Problem sei die mangelnde Zahlungsbereitschaft, insbesondere im Versicherungsbereich.

Und Ulbricht bezweifelt, dass sich das nach Inkrafttreten des IDD-Umsetzungsgesetzes ändern wird. Denn in Bezug auf die Zahlungsbereitschaft werden Honorar-Finanz- und -Versicherungsberater oft mit Steuerberatern und Rechtsanwälten verglichen. Auch diese hätten feste Stundensätze, die die Kunden bezahlen müssten. Doch laut Ulbricht hinkt der Vergleich. Denn wer zu einem Rechtsanwalt geht, hat oft keine andere Wahl, da er entweder verklagt wurde oder selbst klagen will. Eine Versicherung hingegen muss niemand abschließen. Wer keinen Zugang zur Provisionsberatung hat, schließt dann einfache Policen wie die KfZ-Haftpflicht online ab und verzichtet auf komplexere Produkte wie zum Beispiel eine Berufsunfähigkeits- oder eine Lebensversicherung.

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