Trotz starker Mittelzuflüsse Ethenea streicht Performance-Gebühr beim Ethna-Defensiv

Guido Bartels managt zusammen mit Daniel Stefanetti den Ethna Defensiv | © Uwe Nölke

Guido Bartels managt zusammen mit Daniel Stefanetti den Ethna Defensiv Foto: Uwe Nölke

Es wird billiger für Anleger: Zum 31. Dezember entfällt die Performance Fee für alle Anteilklassen des Ethenea-Fonds Ethna-Defensiv. Für die Anteilklasse A des Fonds hat Ethenea zudem eine jährliche Ausschüttung von mindestens 1,5 Prozent des jeweiligen Nettoinventarwertes zum 31. Dezember festgelegt. Diese Ausschüttung erfolgt erstmalig im Jahr 2017 für das ablaufende Geschäftsjahr 2016.

Mangelnde Beliebtheit des Fonds dürfte nicht der Grund für diese Maßnahme sein: Seit Jahresanfang flossen rund 40 Millionen Euro in den Fonds. Auf Nachfrage von DAS INVESTMENT.com erklärt Ethenea den Wegfall der leistungsabhängigen Vergütung mit einer Strategieänderung. Man strebe „eine noch deutlichere Unterscheidung der Profile der drei Fonds von Ethenea“ an. Der Wegfall der Performance-Fee für alle Anteilklassen des Ethna-Defensiv verstehe sich als Teil dieser Anpassungen.

Auch beim Ethenea-Fonds Ethna-Dynamisch ändert sich im kommenden Jahr die Gebührenstruktur. Für diesen Fonds hat Ethenea zusätzlich zur Hurdle Rate (7 Prozent), eine High-Water Mark verankert. Diese kommt ab dem Geschäftsjahr 2017 bei der Berechnung der Performance-Fee zum Tragen. „Hierdurch werden vorherige Netto-Wertminderungen vorgetragen, sodass eine Performance-Fee erst anfällt, wenn vorgetragene Wertminderungen aufgeholt wurden“, so die Gesellschaft. Dabei beziehe sich die Berechnung der Performance-Fee immer auf die Wertentwicklung nach Abzug aller Kosten.