UBS-Digitalspezialist „Bei 9 von 10 Fintechs stimmt das Produkt nicht“

Das größte Problem für Fintechs sei nicht die Schwierigkeit, Risikokapitalgeber zu finden – sondern die richtigen Produkte zu entwickeln. Im Interview mit der Schweizer Finanzplattform finews.com schätzt Digitalisierungsspezialist bei UBS Ketan Samani, dass neun von zehn Finanztechnologie-Start-ups konkret an diesem Problem scheiterten.

Unternehmensgründer entwickelten oft Ideen, die kein dringendes Kundenbedürfnis erfüllten: Ihr Ansatz entspräche zwar ihren eigenen Erfahrungen, nicht aber denen der Mehrheit der Verbraucher, kritisiert Samani.

Banken werfen seit geraumer Zeit begehrliche Blicke auf die jungen Finanztechnologie-Anbieter. Welchen Stellenwert das Thema mittlerweile hat, zeigt eine Studie der Kanzlei Simmons & Simmons. Jedes dritte Finanzinstitut plant demzufolge aktuell eine Fintech-Übernahme.

Viele Institute beschäftigen jedoch auch im eigenen Haus Entwickler. So auch die UBS: Die Schweizer Bank hat im Sinne der digitalen Weiterentwicklung mehrere Innovationszentren gegründet. Neben den Standorten Zürich und London gibt es seit zwei Jahren auch ein Entwicklungslabor für digitale Bankdienstleistungen in Singapur, dem Digitalchef für Wealth Management im Raum Asien-Pazifik Samani vorsteht.