UBS Economist Insights Geschichten von Vorräten

Ein Lagerarbeiter in einem Warenlager in chinesischer Provinz Hebei. (Bild: Getty Images)

Ein Lagerarbeiter in einem Warenlager in chinesischer Provinz Hebei. (Bild: Getty Images)

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Warum ist das Wachstum seit Mitte der Achtziger Jahre weniger volatil? Vor allem aus einem Grund, meinen Joshua McCallum und Gianluca Moretti von UBS Asset Management: dem Aufkommen des sogenannten „just-in-time“-Konzepts, das enorme Marktunsicherheiten beheben konnte.

Durch die rasante Entwicklung der modernen Kommunikation, des Verkehrs und der Technik, haben Unternehmen ihre Warenwirtschaft und Lagerhaltung enorm verbessert, indem sie ihr Rohmaterialien und Fertigwaren nun erst bekommen, wenn sie es zur Nutzung oder den Verkauf brauchen.

In ihrem neuen Report „UBS Economist Insights“ bieten die zwei UBS-Experten einen Rückblick in die Warenproduktionsgeschichte und erklären, warum die US-amerikanische Wirtschaft seit diesem Sommer lahmer geworden ist.

Laut McCallum und Moretti brauchten Unternehmen früher viel größere, sofort verfügbare Warenvorräte, um für alle Situationen auf dem Markt gewappnet zu sein. In Zeiten von Rezessionen mussten Firmen nur die vorhandene Ware in den Produktionskreislauf geben, um weiter Gewinne zu generieren. Für alle weiteren an der Liefer- und Produktionskette Beteiligten bedeutete dies aber einen sofortigen Stopp bei den Bestellungen und hatte in Zeiten des Konjunkturrückgangs häufig eine Schließung des Handels zur Folge. Wenn die Nachfrage wieder stieg, drängten sich Lieferanten und weitere Akteure der Wertschöpfungskette plötzlich, um die Warenbestände ihrer Handelspartner wieder aufzufüllen.

So ein Prozess bedeutete natürlich viel höhere Schwankungen und Verzögerungen in der Produktion und dadurch größere Unsicherheiten auf dem Markt.

Der „Just-in-Time“-Prozess habe alles geändert, so die Fixed-Income-Ökonomen von UBS. Warum das so ist lesen Sie im aktuellen UBS Economist Insights.