UBS Economist Insights Heißes Eisen

Europäische Zentralbank Hauptsitz in Frankfurt. (Foto: Getty Images)

Europäische Zentralbank Hauptsitz in Frankfurt. (Foto: Getty Images)

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Es ist immer ein bisschen ernüchternd, wenn Menschen, für die man eine große Überraschung vorbereitet hat, nach kurzer Euphorie enttäuscht sind. Genau das ist am Donnerstag, 10. März, nach der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) passiert ist. Denn genau so ernüchtert hat sich wahrscheinlich der EZB-Präsident Mario Draghi gefühlt, sagen Joshua McCallum und Gianluca Moretti von UBS Asset Management, in ihren letzten Bericht Economist Insights.

Für die UBS-Fixed-Income-Experten trägt Mario Dragi eine Mitschuld an dem Übermaß an Optimismus und Selbstvertrauen: Eigentlich war die Stimmung auf den Märkten durchweg positiv, bis erklärt wurde, dass die EZB eine weitere Zinssenkung durchsetzen würde. Die Währungsmärkte waren von der Nachricht definitiv nicht begeistert, die Aktienmärkte hingegen entschlossen sich mit einer Nacht Verzug, die neue Senkung dann doch positiv aufzunehmen.

Was für echte Konsequenzen kann die Einführung einer neuen gezielten und längerfristigen Refinanzierungsaktion (Targeted longer-term refinancing operations, TLTRO) auf die Märkte haben? Was ist mit den Effekten der nun beschleunigten quantitativen Lockerung? In einer Zeit, in der die Märkte daran zweifeln, dass Notenbanken noch Feuerkraft haben, welchen Einfluss können die neuen EZB-Maßnahmen auf die Machtverteilung zwischen den Finanzakteuren haben?

Diese Fragen versuchen Joshua McCallum und Gianluca Moretti im aktuellen UBS Economist Insights zu beantworten.