UBS Economist Insights Rezept zum Drucken

Frisch gedruckte Dollar-Noten: Sollen Notenbanken mehr Geld drucken und es direkt an die Haushalte verteilen? Foto: Getty Images

Frisch gedruckte Dollar-Noten: Sollen Notenbanken mehr Geld drucken und es direkt an die Haushalte verteilen? Foto: Getty Images

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Gehen den Zentralbanken die Möglichkeiten aus, um die Krankheiten zu heilen, die die Wirtschaft plagen? Versucht wurde viel: Von Nullzinspolitik bis zur sogenannten quantitativen Lockerung (QE)– und die negativen Zinsen scheinen sich ihrer natürlichen Grenze zu nähern. Trotzdem: Das Wachstum bleibt moderat und die Inflationserwartungen bestenfalls lächerlich.

Kein Wunder also, dass sich die Aufmerksamkeit nun auf die Idee des sogenannten Helikoptergeldes richtet. Was wäre, wenn die Zentralbank einfach Geld druckt und es direkt dem Staat zur Verfügung stellt? Die Idee, die der Finanzökonom Milton Friedman vor vier Jahrzehnten erstmals aufbrachte: Der Staat kann damit Steuersenkungen oder höhere Ausgaben finanzieren und kurbelt so die Wirtschaft an. Aber wäre das nicht „monetäre Staatsfinanzierung“, die der Europäischen Zentralbank (EZB) verboten ist?

Joshua McCallum und Gianluca Moretti von UBS Asset Management gehen in ihrem aktuellen UBS Economist Insights der Frage nach, welche Auswirkungen eine solche Monetarisierung durch Helikoptergeld hätte. Und sie warnen: Monetarisierung kann sein wie eine Droge – sie scheint all die schwierigen Fragen ganz einfach zu beantworten. Aber sie sollte nur unter ärztlicher Aufsicht angewendet werden!