UBS Global Real Estate Bubble Index München droht eine Immobilienblase

Münchner Innenstadt: Die Hauptstadt Bayerns steht laut UBS Global Real Estate Bubble Index kurz vor einer Immobilienblase. | © Getty Images

Münchner Innenstadt: Die Hauptstadt Bayerns steht laut UBS Global Real Estate Bubble Index kurz vor einer Immobilienblase. Foto: Getty Images

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In großen urbanen Zentren der Industrieländer ist der Immobilienmarkt 2017 nach wie vor überbewertet. Das Risiko einer Immobilienpreisblase ist höher als noch im Vorjahr. Das geht aus dem aktuellen Global Real Estate Bubble Index von UBS Wealth Management hervor.

Toronto führt 2017 als Neuzugang den Index an. Wie im Vorjahr bergen Stockholm, München, Vancouver, Sydney, London und Hongkong weiterhin das Risiko einer Blase, ebenso wie die Stadt Amsterdam, die letztes Jahr nur überbewertet war. Chicago ist die einzige Stadt in dieser Studie, deren Immobiliensektor unterbewertet ist, während drei Viertel der untersuchten Städte entweder überbewertet oder dem Risiko einer Immobilienblase ausgesetzt sind.

Innerhalb Europas steigt das Risiko einer Blase in München. Die Hauspreise schnellen weiter in die Höhe: Sie stiegen 2016 mit zweistelligen Raten, während sich die Leerstandsquoten auf einem Rekordtief befanden. Die realen Preise sind in den vergangenen zehn Jahren um 85 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Erschwinglichkeit von Immobilien immer geringer geworden. Ein qualifizierter Angestellter des Dienstleistungssektors muss so lange arbeiten wie noch nie, nämlich acht Jahre, bis er eine 60-Quadratmeter-Wohnung erwerben kann.

Auch der Immobilienmarkt in Frankfurt wird immer stärker überbewertet. Gemäß der letztjährigen Studie wies die Stadt in Europa die drittschnellste Bewertungszunahme aller analysierten Städte auf. Die Nachfrage wird von einem dynamischen wirtschaftlichen Umfeld und Optimismus (Stichwort: Brexit-Gewinne) beflügelt. Doch die Faktoren Erschwinglichkeit und Verhältnis zwischen Kaufpreis und Mietpreis lassen weiteres Aufwärtspotenzial erwarten.