Übernahmekampf mit Kraft Heinz Investec-Fondsmanager stärkt Unilever-Chef den Rücken

Zwei bekannte Produkte der Lebensmittel-Konzerne Unilever und Kraft Food: Der typisch englische Hefe-Brotaufstrich Marmite (l.) und der typisch amerikanische Heinz-Ketchup  | © Getty Images

Zwei bekannte Produkte der Lebensmittel-Konzerne Unilever und Kraft Food: Der typisch englische Hefe-Brotaufstrich Marmite (l.) und der typisch amerikanische Heinz-Ketchup Foto: Getty Images

Blake Hutchins, Portfoliomanager bei Investec

„Obschon die Offerte den Aktienkurs des Konsumgüterherstellers in den vergangenen Tagen stark ansteigen ließ, hat die 140 Milliarden US-Dollar-Offerte die Firma deutlich zu niedrig bewertet“, kommentiert Blake Hutchins das abgelehnte Übernahmeangebot 2015 aus der Fusion von Kraft Foods und der H. J. Heinz Company entstanden US-Konzerns für Unilever.

„Auf diesem Niveau hat Unilever als unabhängiges Unternehmen bessere Aussichten als wenn es ein Teil von Kraft Heinz wäre“, so der Portfoliomanager des Investec Global Quality Equity Income Fund, der aktuell 2,9 Prozent seines Fondsvermögens in Aktien von Unilever angelegt hat. Hutchins sucht für den Fonds nach Unternehmen, die sich „durch hohe Qualität auszeichnen“.

„Unilever verfügt über eine starke Bilanz, über mehrjähriges Wachstumspotenzial dank der Aktivitäten in den Emerging Markets sowie über die Möglichkeit zur Margensteigerung“, erklärt Blake. Unilever-Chef Paul Polman lege den Schwerpunkt seines Handelns auf die Steigerung des freien Cash Flows, mit dem das Unternehmen Dividenden ausschütten oder Aktien zurück kaufen kann.

„Die jüngsten Ereignisse werden das Management veranlassen, dieses Ziel voranzutreiben und dabei den Aktionären ausreichend Beachtung zu schenken“, ist sich Blake sicher. Er ergänzt: „Die Ablehnung am Freitag hilft unserer Meinung nach, die Bewertung von Unilever zu untermauern.“