Umfrage des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) Mifid II: Regulierung kostet Vermögensverwalter fast ein Drittel der Arbeitszeit

Prof. Hartwig Webersinke, Dekan an der Hochschule Aschaffenburg und Leiter des des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) | © Anke Leuschke/V-Bank

Prof. Hartwig Webersinke, Dekan an der Hochschule Aschaffenburg und Leiter des des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV) Foto: Anke Leuschke/V-Bank

Bei 72 Prozent der Vermögensverwalter in Deutschland ist der Zeitaufwand für regulatorische Maßnahmen im vergangenen Jahr gestiegen. Der Grund sind die Vorbereitungen auf die Finanzmarktrichtlinie Mifid II, die im kommenden Jahr in Kraft tritt. Das zeigt eine Umfrage des Instituts für Vermögensverwaltung (InVV). Das Aschaffenburger Forschungsinstitut unter der Leitung von Hartwig Webersinke hat jedes dritte Unternehmen mit staatlicher Zulassung in Deutschland befragt.

Kleinere Vermögensverwalter investieren 27 % der Arbeitszeit in Regulatorik

Die Belastung durch regulatorische Anforderungen hängt dabei stark von der Größe der Gesellschaft ab. Bei Unternehmen, die weniger als 50 Millionen Euro an Kundenvolumen betreuen, wird 27 Prozent der täglichen Arbeitszeit darin investiert (2016: 25 Prozent). Dagegen sind es bei Unternehmen mit mehr als 500 Millionen Euro nur 22 Prozent (2016: 16 Prozent).

Das Gleiche gilt für die Kosten: Der Anteil der Aufwendungen aufgrund regulatorischer Erfordernisse beträgt bei kleineren Unternehmen 20 Prozent der Gesamtkosten (2016: 12 Prozent), bei großen jedoch nur 13 Prozent (2016: 12 Prozent).