Umfrage Frauen unterschätzen private Altersvorsorge

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Im Rentenalter sehen sich Frauen viel häufiger einer Armut gegenüber als Männer. Das hat eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Yougov im Auftrag der DEVK ergeben. 2.000 Bundesbürger haben die Marktforscher befragt.

Den Hauptgrund sehen 58 Prozent der Befragten ganz eindeutig im geringen Einkommen. Denn die Lohnlücke sei hierzulande besonders hoch. Außerdem würden Frauen, laut Statistischem Bundesamt, überdurchschnittlich oft in eher schlecht bezahlten Dienstleistungsberufen arbeiten.

Hinzu kommen die Kindererziehungszeiten. Die gesetzliche Rentenversicherung berücksichtige zwar Erziehungszeiten. Aber bei einem Kind gibt es für drei Jahre nur je einen Entgeltpunkt. Steigen die Mütter wieder in das Berufsleben ein, arbeiten sie häufig zunächst in Teilzeit. 43 Prozent der Deutschen führen laut Umfrage jahrelange Teilzeitarbeit als Grund für Altersarmut  an, 37 Prozent den vollständigen Verzicht auf den Beruf.

Jede zweite Frau hat keine zusätzliche Altersvorsorge

Zudem verlassen sich Frauen in der Altersvorsorge vor allem auf ihren Partner. 24 Prozent der Befragten nennen Scheidung oder Trennung als Grund für eine Altersarmut, 19 Prozent geben den Tod des Partners an. Mehr als jeder Fünfte weiß, dass Frauen nicht oder unzureichend für ihren Ruhestand vorsorgen. Knapp die Hälfte der Frauen hat keine zusätzliche Alterssicherung und 21 Prozent sagen, dass sich bei ihnen niemand um dieses Thema kümmert.

Da Frauen durchschnittlich eine höhere Lebenserwartung haben als Männer, sei eine zusätzliche Vorsorge umso wichtiger. Wie groß der Unterschied der Rentenbezüge zwischen Männern und Frauen ist, zeigt der Rentenversicherungsbericht 2017 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales: Frauen beziehen monatlich 671 Euro und Männer 1.065 Euro.

Quelle: Yougov, DEVK