Umfrage Jedem 2. Deutschen fehlt Eigenkapital zum Hauskauf

21 bis 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens halten 42 Prozent der Umfrageteilnehmer für alle Wohnkosten für angemessen. | © Pixabay

21 bis 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens halten 42 Prozent der Umfrageteilnehmer für alle Wohnkosten für angemessen. Foto: Pixabay

Stefan Kram, PSD Bank Nord

Wohnen in den eigenen vier Wänden droht für viele Deutsche, ein Traum zu bleiben: Jeder zweite Bundesbürger bezweifelt nämlich, das dafür notwendige Eigenkapital aufbringen zu können. Das zeigt die repräsentative Studie „Die Sicht des Immobilienmarktes“, für die das Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der Genossenschaftsbank PSD Bank Nord rund 1.000 Deutsche im Alter von 35 bis 54 Jahren zu ihren Einstellungen, Zielen und Wünschen in Bezug auf ihre Wohnsituation befragt hat.

Unabhängig davon, ob die Befragten zur Miete wohnen oder ein Eigenheim finanzieren, sind aus Sicht von 42 Prozent der Teilnehmer 21 bis 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens angemessen, um die monatlichen Wohnkosten inklusive Nebenkosten zu bestreiten. 24 Prozent würden 31 bis 40 Prozent ausgeben, 13 Prozent sogar noch mehr. Lediglich für 21 Prozent der Umfrageteilnehmer müssen weniger als 20 Prozent reichen, erklärt Stefan Kram, Vorstand der PSD Bank Nord.

„Die Sorge, die Kosten stemmen zu können, überwiegt den Respekt vor der Bürokratie: Die intensive Prüfung der Einkommens- und Lebenssituation durch die Bank vor der Kreditvergabe wird nur von einem Viertel der Befragten als Herausforderung empfunden“, so Kram. „Auch die Forderung nach Sicherheiten entmutigt nur ein Drittel der Bevölkerung. Und so nehmen letztendlich nur 14 Prozent der Deutschen an, dass die Nachfrage nach Wohneigentum sinken wird, weil die Banken bei der Kreditvergabe strenge Richtlinien anwenden.“