Umfrage unter Privatanlegern Finanzberater vertrauensvoller als Facebook und Twitter

Frau mit Laptop: Online-Netzwerken wie Facebook vertraut nur jeder dritte Verbraucher hierzulande bei der Geldanlage. | © Kaboompics Karolina

Frau mit Laptop: Online-Netzwerken wie Facebook vertraut nur jeder dritte Verbraucher hierzulande bei der Geldanlage. Foto: Kaboompics Karolina

Jörg Knaf, Managing Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz bei Natixis Global Asset Management

Verunsicherte Anleger setzen auf vertrauensvolle Beratung, lautet das Fazit einer globalen Umfrage der französischen Fondsgesellschaft Natixis Global Asset Management. Unter den insgesamt 8.300 weltweit befragten Privatanlegern waren 400 Teilnehmer aus Deutschland, die ein verfügbares Anlagevermögen von mindestens 100.000 US-Dollar (rund 85.000 Euro) besitzen.

Knapp die Hälfte (41 Prozent) der deutschen Anleger sind davon überzeugt, dass die Dienstleistungen der Vermögensverwaltungsbranche ihr Geld wert sind. Und 85 Prozent der befragten Investoren aus Deutschland erklären, dass sie ihrem persönlichen Finanzberater absolut vertrauen, was den Umgang mit komplexen finanziellen Aspekten betrifft (weltweit 88 Prozent).

Der Umfrage zufolge liegen Finanzberater (85 Prozent) hierzulande damit deutlich vor engen Freunden oder Familienmitgliedern (71 Prozent), Finanzmedien (49 Prozent) und sozialen Medien (33 Prozent). Und 44 Prozent der Befragten gaben an, dass professionelle Beratung notwendig sei, um die Risiken auf Portfolioebene sowie die steuerliche Behandlung von Anlagen besser zu verstehen.

Deutsche Anleger loyal

Darüber hinaus sind die meisten deutschen Anleger gegenüber ihrem Finanzberater loyal, und 56 Prozent möchten ohne ihren vertrauten Ansprechpartner gar nicht aktiv werden und würden ihrem Berater sogar zu einem anderen Unternehmen folgen. Dass die Anleger die Unterstützung von Finanzberatern in Anspruch nehmen wollen, kommentiert Jörg Knaf als „gute Nachricht“.

Der Chef für das Natixis-Geschäft in Deutschland weiter: „Die Anleger erhalten zwar eine kontinuierliche ‚Flut‘ von Informationen, aber im Rahmen unserer Untersuchung haben sie uns ganz eindeutig zu verstehen gegeben, dass sie Beratung benötigen, durch passive Investments verunsichert sind und sich Transparenz sowie einen Gegenwert für ihr Geld wünschen.“