Umfrage von Catella unter Multi-Asset-Managern Immobilien-Investments: Secondaries und Multi-Manager-Fonds werden beliebter

Häuserfassade: Steigende Leitzinsen werden dazu führen, dass Multi-Asset-Investoren offene Immobilien-Spezialfonds höher gewichten. | © Pixabay

Häuserfassade: Steigende Leitzinsen werden dazu führen, dass Multi-Asset-Investoren offene Immobilien-Spezialfonds höher gewichten. Foto: Pixabay

Vor dem Hintergrund der weiter anhaltenden Nullzins-Welt bewegen sich Multi-Asset-Investoren auf dem Weg des Risiko-Rendite-Kurve zunehmend nach oben, heißt es im aktuellen Market Tracker von Catella Research. Das führe zu einer Ausweitung des Investitionsspektrums. Laut einer Umfrage des Unternehmens unter den Top 100 Multi-Asset-Managern in Deutschland sind vor allem Real Estate Secondaries und Real Estate Multi-Manager-Fonds künftig eine gefragte Anlagealternative zu offenen Immobilien-Spezialfonds und geschlossenen Produkten.

20 Prozent der Befragten würden im Falle steigender Leitzinsen rund 4 bis 6 Prozent in Real Estate Secondaries investieren, 7,7 Prozent ebenfalls in Real Estate Multi-Manager-Fonds. Secondaries sind Fonds, die auf dem Zweitmarkt Anteile an institutionellen Immobilienprodukten kaufen. Über Multi-Manager-Fonds können Investoren die komplette Wertschöpfungskette des Anlageprozesses wie Asset Allokation, Managerselektion, Risikomanagement und Administration über ein einziges Produkt abdecken.

Auch Immobilien-ETFs verzeichnen einen Aufwärtstrend: 23,1 Prozent der Befragten würden bis 6 Prozent ihres Kapitals in diese Anlageprodukte
investieren. Außerdem erwarten 56,7 Prozent der Befragten in den kommenden zwei bis fünf Jahren ein verstärktes Auftreten von Real Estate ETFs auf dem deutschen Markt. Hierbei wird als Index-Basis der EPRA
European Public Real Estate Association Index als Benchmark
bevorzugt.

Steigen die Leitzinsen werden offene Immobilien-Spezialfonds aber ebenfalls höher gewichtet, heißt es von Catella. Laut Umfrage liegt die Anpassung der Allokation bei 12,5 Prozent mit einer erwarteten Rendite von im Schnitt 3,1 Prozent. Auch die Anlageform Private Equity würde im Falle eines Leitzinsanstiegs von einer Anpassung profitieren und
einen bis 10 Prozent höheren Anteil in der Allokation von Investoren
einnehmen. Hierbei liegt die Renditeerwartung jenseits der 10 Prozent.
Exchange Traded Funds werden um 5 Prozent höher gewichtet und performen mit einer durchschnittlichen Rendite von 3 Prozent.