CFS-Umfrage Finanzbranche fordert schnelles Ende der EZB-Politik

EZB-Chef Mario Draghi: Die deutsche Finanzbranche will einer Studie zufolge mehrheitlich ein Ende von Niedrigzinsen und lockerer Geldpolitik. | © Getty Images

EZB-Chef Mario Draghi: Die deutsche Finanzbranche will einer Studie zufolge mehrheitlich ein Ende von Niedrigzinsen und lockerer Geldpolitik. Foto: Getty Images

Der CFS-Umfrage zufolge erwarten 92 Prozent, dass sich durch die unkonventionelle Politik der Zentralbank Aktien und Immobilien unverhältnismäßig stark verteuern. Immerhin hält rund die Hälfte (49 Prozent) die EZB-Politik für wirksam. 38 Prozent zweifeln daran, 12 Prozent sind von der Wirkungslosigkeit überzeugt.

Große Skepsis in der Finanzbranche

„Die Umfrage verdeutlicht die Skepsis der Marktteilnehmer gegenüber der Wirksamkeit der geldpolitischen Strategie der EZB. Insbesondere die Befürchtung einer Blasenbildung in bestimmten Assetklassen sollte die EZB sehr ernst nehmen“, sagt Volker Brühl, Geschäftsführer des Center for Financial Studies, zu den Umfrageergebnissen.

Die Finanzunternehmen befürworten mehrheitlich (78%) einen raschen Ausstieg spätestens Anfang 2018, jedoch rechnen nur 2 Prozent damit.
Brühl dazu: „Alarmierend ist auch die überwiegende Einschätzung der Marktteilnehmer, dass zwar ein Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik geboten ist, aber nicht erwartet wird. Denn dies kann bedeuten, dass die Märkte auf dem falschen Fuß erwischt werden, wenn die EZB entgegen den Markterwartungen doch eine Kehrtwende einleitet." Dort sei eine klare, rechtzeitige Kommunikation seitens der EZB wesentlich.