Umkreist von Leerverkäufern So wehrt sich der Deutsche-Bank-Chef

Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Foto: Getty Images

Deutsche-Bank-Chef John Cryan. Foto: Getty Images

// //

Die vierteljährliche Ergebnisvorlage am Mittwoch kommt neun Monate, nachdem Cryan seine Pläne verkündet hat, tausende Arbeitsplätze zu streichen und riskante Aktiva zu reduzieren, um die Profitabilität und die Eigenkapitalquote zu steigern. Der Vorstandschef musste seither den Verkauf der deutschen Privatkundenbank Deutsche Postbank aussetzen, die Entwicklung einer „digitalen Bank“ fallen lassen und mit dem Abgang einiger führender Banker zurechtkommen.

Die Aktie der Deutschen Bank hat im letzten Jahr mehr als die Hälfte ihres Werts verloren, und Hedgefunds wie Marshall Wace haben darauf gewettet, dass der Kurs weiter fallen wird. Analysten haben Bedenken im Hinblick auf die Kapitalstärke des Finanzinstituts geäußert, das eines der größten Portfolios komplexer Aktiva und Derivate unter europäischen Banken hat.

Diese vier Grafiken illustrieren einige von Cryans Herausforderungen.

Die Deutsche Bank hat es nicht geschafft, den 20-Prozent-Anteil an der chinesischen Bank Huaxia Bank im zweiten Quartal zu verkaufen. Das verlangsamt die Bemühungen zur Kapitalstärkung. Mit 10,7 Prozent war die harte Kernkapitalquote CET1 im März die drittniedrigste unter den 25 größten börsennotierten Banken in Europa. Die Quote ist im zweiten Quartal wahrscheinlich auf 10,8 Prozent gestiegen, wie die von Bloomberg zusammengestellte durchschnittliche Schätzung von sieben Analysten ergibt. Damit übertrifft die Bank die aktuelle regulatorische Mindestquote, liegt aber unter dem Niveau, das sie 2019 erreicht haben muss.