Ungeduldige Anleger Darum machen Hedgefonds ihre Flaggschiffe dicht

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Hedgefonds mit einem Volumen von mehr als 16 Milliarden Dollar haben bislang in diesem Jahr Liquidierungen bekanntgegeben. Das geht aus Daten von Bloomberg hervor.

Erst am Dienstag erklärte Fortress, die Firma werde den 2,3 Milliarden Dollar schweren Makro-Fonds von Michael Novogratz schließen. Seit fast zwei Jahren hatte er Verluste angehäuft. Und bereits in der vergangenen Woche war das Aus eines Makro- Fonds von Bain bekanntgeben worden. In diesem Fall gab es bereits seit drei Jahren Rückgänge.

"Beim Hedgefonds-Geschäftsmodell gibt es einen eingebauten Fehler“

"Beim Hedgefonds-Geschäftsmodell gibt es einen eingebauten Fehler. Viele der Investment-Themen von Hedgefonds sind auf eine längere Zeit angelegt, als die Investoren bereit ist, sich an den Fonds zu binden", erklärt Sam Won, der Gründer von Global Risk Management Advisors. Seine Firma berät Investoren und Hedgefonds.

Hedgefonds-Manager hatten zuletzt ihre Schwierigkeiten, durch die unruhigen Märkte zu navigieren - angesichts der unerwarteten Franken-Rally im Januar, der Abwertung der chinesischen Währung im August oder des diesjährigen Rückgangs bei den Preisen von Öl und Gold.

Bestes Beispiel hierfür ist Fortress. Der Vermögensverwalter schloss seinen Makro-Fonds, nachdem Wetten auf den Franken und den brasilianischen Real schief gelaufen waren.

Hedgefonds-Branche besser als der Aktienmarkt

Dennoch: Insgesamt steht die Branche gar nicht so schlecht da. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres erzielte sie einen durchschnittlichen Ertrag von 0,7 Prozent, wie Daten von Bloomberg zeigen. Die globalen Aktienmärkte büßten im selben Zeitraum hingegen 6,6 Prozent ein.