Unreguliert und intransparent, Geschäftemacherei und Manipulation Linke teilt kräftig gegen Vergleichsportale aus

Klaus Ernst bei einer Rede im Deutschen Bundestag: Der Linken-Politiker spricht sich für eine stärkere Regulierung von Vergleichsportalen aus. | © Getty Images

Klaus Ernst bei einer Rede im Deutschen Bundestag: Der Linken-Politiker spricht sich für eine stärkere Regulierung von Vergleichsportalen aus. Foto: Getty Images

Was treibt die Linke beim Thema Vergleichsportale um? Der Partei geht es um Grundsätzliches: Internet-Vergleichsportale seien hierzulande weitestgehend unreguliert, findet Linken-Politiker Klaus Ernst. So fehlten „gesetzlich verbindliche und nachprüfbare Vorgaben und Kriterien“. Bislang seien Portalbetreiber nicht verpflichtet, Angaben zu den Kriterien zu machen, auf Basis derer sie zu ihren jeweils angezeigten und vorgeschlagenen Vergleichsergebnissen kommen, so die Kritik.

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„Diese Tippgebergestaltung – in Form von Vergleichen beziehungsweise Rankings zwischen mehreren Produkten oder Dienstleistungen – muss lediglich objektiv auf eine oder mehrere wesentliche, nachprüfbare Eigenschaften wie etwa den Preis oder typische Eigenschaften bezogen sein“, sagt Ernst. So könne „kein Mindestmaß an Qualität“ gesichert werden.

Geschäftemacherei und Manipulation?

Die Partei beklagt „Verflechtungen zwischen Portalbetreibern und auf den Portalen werbenden Unternehmen, Geschäftemacherei und Manipulation“. All dies gehe zu Lasten „eines fairen Wettbewerbs zwischen ‚aufrichtigen‘ kleineren Anbietern einerseits und zahlungskräftigen Anbietern mit entsprechender breiter Vertriebsorganisation anderseits, die über ‚Schrankgeld‘ eine gute Beurteilung ihrer Produkte oder Dienstleistungen erkaufen“, so die Kritik.

Zusammengefasst: Verbraucher sitzen der Linken zufolge Fehlinformationen auf und entschieden sich für Versicherungen, die ihrem tatsächlichen Bedarf und ihrer Risikosituation nicht entsprächen.

Die Linke hat daher eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt mit dem Titel „Regulierung von Internet-Vergleichsportalen und Umsetzung der Versicherungsvermittler-Richtlinie (IDD)“. Nun liegt die Antwort der Bundesregierung auf die insgesamt 17 Fragen vor. Alle Antworten auf die Kleine Anfrage der Linken können Sie hier im Original nachlesen.

Wie ist die Grundhaltung der Bundesregierung?

Die Bundesregierung verweist in ihrem Antwortschreiben darauf, dass man sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt habe, die Transparenz bei Vergleichsportalen allgemein zu verbessern, insbesondere hinsichtlich der Bewertungssysteme, der Gewichtung der Ergebnisse, Provisionen, der Marktabdeckung, wirtschaftlichen Verflechtungen sowie hinsichtlich des privaten oder gewerblichen Angebots der verglichenen Leistungen.