Unzufriedener Investor Petrus kritisiert Commerzbank

Logo der Commerzbank: Großaktionär kritisiert hohe Kosten bei Online-Tochter Comdirect. | © Getty Images

Logo der Commerzbank: Großaktionär kritisiert hohe Kosten bei Online-Tochter Comdirect. Foto: Getty Images

Der Investor soll die Commerzbank in einem Brief an Konzernchef Martin Zielke „als dominierenden und ideenlos agierenden Aktionär“ bezeichnet haben. Deutschlands zweitgrößte Privatbank bestimme die Unternehmenspolitik von Comdirect – und vernachlässige die übrigen Aktionäre. „Kleinanleger, die seit dem Comdirect-Börsengang an Bord sind, ersticken in Commerzbank-Kostenstrukturen“, heißt es. Die Commerzbank weist die Vorwürfe zurück.

Zu hohe Kosten für Commerzbank-Dienste

Konkreter Kritikpunkt ist das Aufwand-Ertrags-Verhältnis (Cost-Income-Ratio) von knapp 70 Prozent. Ein Grund sei, dass Comdirect die meisten Dienstleistungen wie etwa die IT direkt von der Commerzbank bezieht, meinen die Kritiker: „Herz und Verwaltung der Comdirect sind viel zu teuer bei der Commerzbank aufgehoben.“

Die Commerzbank weist die Kritik dem Bericht zufolge zurück. Sie sei mit der Entwicklung von Comdirect sehr zufrieden, so das Institut. Die Anzahl der Kunden und Depots sei 2016 deutlich gestiegen. Bedarf für Änderungen gebe es nicht.