US-Treasuries fallen, Bundesanleihen steigen So reagieren Märkte auf den Trump-Sieg

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Zehnjährige US-Staatspapiere rentierten zuletzt bei 1,95 Prozent neun Basispunkte höher, nachdem sie zuvor bis zu 15 Basispunkte abgesackt waren. Die Rendite 30-jähriger Treasuries stieg sogar um 13 Basispunkte. Die langfristigen US-Papiere wurden gedrückt von Erwartungen, dass Trump die Ausgaben erhöhen wird, um die Konjunktur anzuschieben. Infolgedessen dürften Haushaltsdefizit und Inflation steigen. Auch ist es bei einem Trump-Sieg wahrscheinlicher, dass die Federal Reserve aus Angst, das Wirtschaftswachstum zu beeinträchtigen, sich mit Zinserhöhungen zurückhalten wird.

"Das lange Ende der Kurve steht unter erheblichem Druck angesichts der Dinge, die nach Markteinschätzung die Agenda von Trump darstellen: Protektionismus, Vergeltungszölle und fiskalpolitische Stimuli, die alle inflationär und schlecht für den Dollar sind", sagte Ian Lyngen, US-Zinsstratege bei BMO Capital Markets.

Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen lag zuletzt knapp drei Basispunkte niedriger bei 0,160 Prozent, nachdem sie zuvor bis zu zehn Basispunkte gesunken war. Am Terminmarkt stieg der Bund-Future um 23 Basispunkte auf 162,15. EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny hatte gesagt, dass die Europäische Zentralbank wachsam sein und bei einem Notfall gegebenenfalls intervenieren sollte.

Anleihen der Euroraum-Peripherie standen unter Abgabedruck, da Investoren risikoreichere Papiere mieden. Zehnjährige italienische Bonds rentierten bei 1,75 Prozent drei Basispunkte höher. Die Rendite von zehnjährigen portugiesischen Papieren stieg um vier Basispunkte auf 3,26 Prozent.

Am Primärmarkt nahm der ESM 989,75 Millionen Euro über eine 2024 fällige Anleihe auf, die mit einer Emissionsrendite von 0,04 Prozent ausgestattet war. Deutschland platzierte eine zweijährige Bundesschatzanweisung zu einer Rendite von -0,64 Prozent, verglichen mit -0,70 Prozent bei der letzten Auktion am 28. September.