Nach Apple-Börsenwertrekord Neue Chancen für Anleger deutscher Tech-Aktien

Apple-Logo an einer Glasfassade: Der Tech-Gigant aus dem kalifornischen Cupertino hat in der vorigen Woche den Börsenwertrekord von einer Billion US-Dollar geknackt. | © Unsplash

Apple-Logo an einer Glasfassade: Der Tech-Gigant aus dem kalifornischen Cupertino hat in der vorigen Woche den Börsenwertrekord von einer Billion US-Dollar geknackt. Foto: Unsplash

Ralph Rickassel, PMP Vermögensmanagement

Bisher galt an der Deutschen Börse der Grundsatz, dass ein Unternehmen nur in einem Aktienindex gelistet sein darf. Wer in den Dax und seine kleineren Geschwister M-Dax und S-Dax aufgenommen werden wollte, musste sich für einen Index etscheiden.

Ab September nähert sich die Deutsche Börse den amerikanischen Gepflogenheiten an, wo Unternehmen gleichzeitig in mehreren Indizes gelistet sein können. So sind etwa Apple, Amazon, Alphabet, Facebook und Microsoft im Index Nasdaq Composite gelistet, der den Schwerpunkt auf den Technologiesektor legt.

Apple und Microsoft findet man aber ebenso im Dow Jones Index wieder, der die dreißig wertvollsten börsennotierten Unternehmen der USA beinhaltet, sowie im S&P 500, der die fünfhundert größten Unternehmen der USA abbildet. Hier gesellen sich Facebook, Amazon und Alphabet wieder dazu.

Reform der deutschen Indexwelt 

Nach Umsetzung der neuen Regularien wird es ähnliche Konstellationen in der deutschen Indexwelt geben. Aller Voraussicht werden neben der Deutschen Telekom, die Aktien der Dax-Unternehmen SAP und Infineon sowohl im Dax als auch im Tec-Dax gelistet sein.

Im Gegenzug werden einzelne Unternehmen aus dem Tec-Dax gleichzeitig im M- oder S-DAX gehandelt werden. Damit ist eine Erhöhung der Titelanzahl beim M-Dax von 50 auf 60 und beim S-Dax von 50 auf 70 vorgesehen. Nur beim Flaggschiff Dax bleibt, was die Anzahl der Titel angeht, alles beim Alten.