Vermögensverwaltende Fonds in der Beratung

Foto: Joe Esco/Photocase

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Der Barbier ist tot. Der Rasierapparat hat ihn umgebracht. Seit dessen Erfindung kann jeder Mann nass oder trocken zu Hause günstig und in Eigenregie Stoppeln, Flaum und Borsten stutzen, rasieren oder schneiden. Der Barbier als Barttrimmer hat ausgedient. Trifft dasselbe Schicksal nun den Anlageberater? Das wäre vielleicht zu schwarz gemalt.

Trotzdem ist die Frage sicherlich angebracht, die Reinhard Mages, Finanzberater aus München, in den Raum stellt: „Werden wir bald überflüssig?“ Auch in der Finanzberatung befinden sich Produkte im Aufwind, die angestellten wie auch selbstständigen Vermögensberatern auf den ersten Blick eine Menge Arbeit abnehmen: vermögensverwaltende Investmentfonds, kurz VV-Fonds.

Sie enthalten zwei und mehr verschiedene Anlageklassen. Der Fondsmanager richtet Struktur und Risiko je nach Marktlage aus. Er gewichtet Aktien, schraubt an Durationen, steuert die Verlustgefahr. Durchaus alles Aufgaben eines klassischen Finanzberaters. Einen Vergleichsindex gibt es nicht. Zumindest geben einige von DAS INVESTMENT befragte Finanzberater diese Kriterien für einen vermögensverwaltenden Fonds an.

Sehr beliebt und gut verkauft

Wie beliebt die wachsenden Alleskönner in der Szene sind, zeigt ein Blick auf die meistabgesetzten Fonds von Berater- Pools. Seit Monaten tummeln sich dort VV-Fonds auf den vorderen Plätzen. Die Kölner Vermögensverwaltung Flossbach von Storch hat mit ihrem flexiblen FvS Multiple Opportunities quasi einen Stammplatz, ebenso wie Frankreichs Star- Boutique Carmignac Gestion mit dem defensiven Mischfonds Carmignac Patrimoine.

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