Vermögensverwaltende Fonds: „Wenn zehn Manager das Gleiche machen, habe ich neun zu viel“

Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von MMD

Klaus-Dieter Erdmann, Geschäftsführer von MMD

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Der Anbieter von Datenbanken für vermögensverwaltende Fonds MMD Multi Manager arbeitet ab sofort auch mit dem Maklerpool Fondskonzept zusammen. Die Berater von Fondskonzept können jetzt die MMD-Mandate, die jeweils aus 10 VV-Fonds bestehen, direkt in Ihrem System anzeigen. Im Gespräch mit DAS INVESTMENT.com erklärt der MMD-Geschäftsführer Klaus-Dieter Erdmann seine Strategie. DAS INVESTMENT.com: Wie kam es zur Kooperation mit Fondskonzept?

Erdmann: Das Prinzip der MMD-Mandate ist grundsätzlich für jeden Berater verfügbar. Damit die Abbildung der Mandate auch im Kundenverwaltungssystem von FondsKonzept erfolgen kann, haben wir zusammen mit unserem Vermögensverwalter, der Top Ten Portfolio Management, die Zusammenarbeit mit Fondskonzept angestrebt. Dessen Makler konnten die Mandate bisher nicht in ihrem System anzeigen. Für den Berater und die Kunden ist es aber besser, wenn sie die Gesamtvermögensübersicht auf dem Bildschirm haben.

DAS INVESTMENT.com: Was bieten Ihre MMD-Mandate?

Erdmann: Wir lösen Kunden und Berater davon, Anlageentscheidungen sowohl taktischer als auch bedingt strategischer Art treffen zu müssen. Für dies suchen wir gute vermögensverwaltende Fonds. Aber nicht nur das. Wir suchen keine zehn Fonds, die das Gleiche machen, sondern wir wollen eine Streuung über unterschiedliche erfolgreiche Investmentstile. Die MMD-Mandate streuen über verschiedene Anlageklassen, über Manager und über Investmentstrategien. Damit glauben wir, langfristig die stabilste Anlageform für den Kunden bereitstellen zu können.

DAS INVESTMENT.com:
Die Manager von VV-Fonds können alle Anlageklassen ausschöpfen: Immobilien, Aktien, Renten, Fonds und sonstige Produkte. Aber ein normaler Vermögensberater kann das doch auch.

Erdmann: Hier muss ich trennen zwischen professionellem Vermögensmanagement und hochwertiger Beratung. Wenn ich Vermögen verwalte, bin ich ja nicht mehr auf der Beratungsseite. Ich habe noch keinen gesehen, der es schafft, 24 Stunden für den Kunden da zu sein und gleichzeitig 24 Stunden den Markt zu beobachten. Viele Berater haben das Problem, dass sie von sich so überzeugt sind, dass sie sagen: alles Geld zu mir. Damit erreicht der Kunde aber keine Streuung. Ich kann den Markt nicht eben mal ausschalten, wenn der Kunde anruft.