Vermögensverwalter erklärt Darum setzen Finanzmärkte auf Hillary Clinton

Die beiden voraussichtlichen US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton (l.) und Donald Trump. Fotos: Getty Images

Die beiden voraussichtlichen US-Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton (l.) und Donald Trump. Fotos: Getty Images

// //

Der Ausgang der Wahl des US-amerikanischen Präsidenten im November 2016 ist offen wie nie zuvor. Die Unsicherheit über den Wahlausgang beschäftigt auch die Finanzmärkte und könnte zu einer erhöhten Volatilität führen – je näher der Wahltag rückt. Dieser Ansicht ist Sushil Wadhwani, Fondsmanager für den Vermögensverwalter GAM und Chef von Wadhwani Asset Management.

„Die Unsicherheit besteht in zweierlei Hinsicht: Erstens geht es darum, wer gewinnen wird, zweitens darum, was der Gewinner beziehungsweise die Gewinnerin nach dem Amtsantritt für eine Politik verfolgt. Beide Punkte sind eng miteinander verknüpft. Das gilt ganz besonders dann, wenn ein enges Rennen ums Weiße Haus dazu führt, dass die Kandidaten ihre politischen Positionen verändern, um in der Wählergunst am Ende ganz vorne zu liegen“, sagt Wadhwani.

Trumps Aussagen könnten Märkte bewegen

Im Moment lautet die gängige Meinung der amerikanischen Öffentlichkeit zwar, dass Donald Trump als wahrscheinlicher Kandidat der Republikaner gegen Hillary Clinton, die voraussichtliche Kandidatin der Demokraten, an der Wahlurne chancenlos sei. Dennoch beschäftigen Trumps Aussagen die Medien. Erst kürzlich spielte Trump öffentlich mit dem Gedanken, im Falle seines Wahlsieges Janet Yellen als Präsidentin der amerikanischen Zentralbank (Fed) abzusetzen.

„Wenn die Meinungsumfragen sich so entwickeln, dass Trump eine realistische Chance auf das Präsidentenamt zugetraut wird, könnten solche Statements an den Finanzmärkten zu hoher Volatilität führen. Momentan gehen die Märkte allerdings davon aus, dass Hillary Clinton das Rennen macht und sich nicht viel ändert: Weiterhin wäre ein Präsident aus der demokratischen Partei im Amt und hätte Probleme, Dinge erledigt zu bekommen. Alle Entwicklungen, die von diesem Szenario abweichen, würden die Märkte in Bewegung bringen“, erklärt der Experte.