Vermögensverwalter erklärt Das sind die schlimmsten Klassiker der Anleger-Fehler

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Thomas Buckard, Vorstand der Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen (MPF) aus Wuppertal

Es ist unbestritten: Mit Geld kann man Geld verdienen, oft verspricht der Handel mit Wertpapieren sogar mehr Rendite als der Kauf und Verkauf von Waren. Wir alle kennen Erzählungen von Menschen, die an der Börse ein Vermögen machten. Warum nicht selbst sein Glück versuchen? Wozu liest „man“ täglich den Wirtschaftsteil der Tageszeitung und schaut regelmäßig „Börse vor acht“ im Fernsehen?

Das Problem ist der angehende Börsenguru selbst, denn er ist ein Mensch. Das heißt, er lässt sich von Gefühlen leiten und handelt wie ein „Herdentier“. Es gibt dazu seriöse Untersuchungen: Mitte der 90er Jahre untersuchte die University of California fünf Jahre lang das Anlageverhalten von 66.000 Haushalten.

Das Ergebnis: Wer Aktien kaufte und liegen ließ, erzielte deutlich höhere Renditen als die „aktiven“ Anleger. Ähnliches ermittelte über einen Fünf-Jahreszeitraum (1998 bis 2003) das Institut für Quantitative Finanzanalyse (IQF) in Kiel; die Anleger verloren im Schnitt durch den falschen Kaufzeitpunkt vier Prozent an Rendite.

Das sind die Klassiker der Anleger-Fehler

Eigenentscheider neigen zu bestimmten Fehlern, hier die Klassiker: Renditen der Vergangenheit werden in die Zukunft fortgeschrieben, Risiken werden wenig beachtet oder ausgeblendet. Sie folgen dem „Trend“, wenn Papiere erst mal in aller Munde sind, ist der Trend oft bereits vorbei. (Erste) Erfolge werden überbewertet, vielleicht ist der Kurssprung nur der allgemeinen freundlichen Entwicklung geschuldet.