Vermögensverwalter über griechische Aktien Athen könnte zu den herausragenden Börsenplätzen zählen

Akropolis in Athen | © Getty Images

Akropolis in Athen Foto: Getty Images

Griechenland schöpft neue Hoffnung bei der Überwindung der Schuldenkrise, die das Land seit Jahren belastet. Die mit der Auszahlung von Hilfsgeldern verbundenen harten Reformauflagen der Gläubiger wirkten lange Zeit wie ein Bremsklotz für die griechische Wirtschaft. Aktuell mehren sich die Anzeichen, dass Griechenland die Abwärtsspirale hinter sich lassen kann.

Für das Gesamtjahr 2017 erwartet der IWF ein wirtschaftliches Plus von 2,2 Prozent, die Ratingagentur Moody’s geht von 1,5 Prozent aus. Die optimistischen Wachstumsprognosen sowie die positiven Ergebnisse der jüngsten Gespräche der Athener Regierung mit den internationalen Kreditgebern haben die Wahrscheinlichkeit für eine Aufnahme Griechenlands in das Quantitative Easing-Programm der Europäischen Zentralbank erhöht.

Makroumfeld deutlich verbessert

Insgesamt ist festzustellen, dass das Makroumfeld, welches bislang ein Hemmschuh für einen Durchbruch am griechischen Aktienmarkt gewesen ist, sich nunmehr deutlich verbessert. Fundamental waren viele griechische Unternehmen bereits in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich und hätten schon seit längerem höhere Börsenbewertungen verdient. Seit über einem Jahr steigen nun tendenziell wieder die Kurse an der Athener Börse. Charttechnisch hat der griechische Aktienmarkt seinen achtjährigen Abwärtstrend durchbrochen.

Nach einem Minus von annähernd 90 Prozent im Tiefpunkt des Marktes könnte Athen zukünftig zu den herausragenden Börsenplätzen zählen, ähnlich wie vormals Thailand und Russland oder auch Argentinien nach der Staatspleite im Jahr 2001/2002. Diese Länder, deren nachgelagerte Trendbruch-Entwicklung quasi als Blaupause gesehen werden könnte, haben eine ähnliche charttechnische Entwicklung bereits vor 20 bzw. 15 Jahren durchlaufen.