Versicherung: Was ändert sich 2012

EZB-Präsident Mario Draghi entscheidet über Wohl und Wehe <br> der Versicherungswirtschaft: Niedrige Zinsen erschweren <br> die Arbeit der Gesellschaften, die Garantien darzustellen, <br> Quelle: Getty Images

EZB-Präsident Mario Draghi entscheidet über Wohl und Wehe
der Versicherungswirtschaft: Niedrige Zinsen erschweren
die Arbeit der Gesellschaften, die Garantien darzustellen,
Quelle: Getty Images

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2012 – das Jahr der Produkt-Neuheiten in der Versicherungsbranche? Wohl kaum. Zu sehr sind die Gesellschaften damit beschäftigt, politische und rechtliche Vorgaben abzuarbeiten und umzusetzen.

>>Versicherungstrends 2012: Stimmen aus der Branche

Rechnungszinssenkung, Unisex-Tarife und Solvency II sind dabei nur einige Schlagworte. Ein Überblick über die wichtigsten Herausforderungen, Änderungen und Trends im kommenden Jahr.

Der Rechnungszins und die BU-Versicherung

Zum 1. Januar 2012 sinkt der Rechnungszins für neu abgeschlossene klassische Lebensversicherungen von 2,25 auf 1,75 Prozent. Es ist der maximale Zins, den Versicherungen ihren neuen Kunden garantieren dürfen.

Würde ein Anbieter am Kapitalmarkt keine Überschüsse erwirtschaften, wäre der Rechnungszins die Rendite des Kunden auf seine Sparbeiträge. Der Zinssatz orientiert sich an der Umlaufrendite zehnjähriger Bundesanleihen und darf höchstens 60 Prozent dieses Werts betragen.

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Da die Umlaufrendite in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken ist – aktuell liegt der Wert bei mageren 1,67 Prozent –, muss nun auch der Rechnungszins folgen. Die Absenkung macht aber nicht nur Deckungsstock-Policen ab 2012 unattraktiver. Sie wirkt sich auch auf Produkte aus, bei denen man es nicht unbedingt vermuten würde.