Versicherungen-Apps „10-mal höhere Interaktionsrate mit Versicherungen als beim klassischen Makler“

„Missstände und die wichtigsten Aufgaben bei der Digitalisierung der Versicherungsbranche“, benennen die Unterzeichner der „Berliner Digitalerklärung“, die am 13. Januar der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Mit ihrer gemeinsamen Erklärung appellieren die rund zwei Dutzend teilnehmenden Online-Vermittler an Deutschlands Versicherer und Politiker, „sich Hand in Hand mit der Insurtech-Szene an der Modernisierung zu beteiligen, damit Deutschlands Versicherungswirtschaft nicht den Anschluss verliert“.

Zu den Initiatoren zählen auch die Betreiber des „Versicherungsmanagers“ Getsafe. Ihre gleichnamige App soll Kunden dabei helfen, ihren „Versicherungsschutz richtig aufzubauen und digital zu verwalten“. Durch den Dschungel von mehr als 30.000 Tarifen führt Nutzer nach Unternehmensangaben ein automatisierter Beratungsprozess sowie ein „Team ausgebildeter Versicherungs-Experten, die nicht nach Provision, sondern nach der erreichten Kundenzufriedenheit bezahlt werden.“

Aktuell gibt es eine fünfstellige Zahl an Kunden, die zufriedenzustellen sind: Der Google Play Store registriert 50.000 bis 100.000 Getsafe-Installationen. Viele deutsche Verbraucher hegen jedoch weiterhin Vorbehalte gegenüber den Versicherungs-Fintechs. Wie man darauf bei dem Versicherungsmakler aus Heidelberg reagiert, erklärt Getsafe-Gründer und -Geschäftsführer Christian Wiens (Foto) bereits jetzt in unserer exklusiven Interview-Reihe.

Die wichtigsten Kritikpunkte an den Apps zur digitalen Verwaltung der eigenen Policen haben wir im vorigen Jahr anhand der Kommentare von Nutzern ermittelt, die ihren Unmut nach dem Download im „Google Play Store“ per Kommentar kundgetan haben. Demnach sind die sechs wichtigsten Sorgen von Insurtech-Kunden:

  • Bedenken um den Datenschutz
  • Datenabfrage vor Test-Nutzung
  • Technische Fehler und Mängel
  • Wenige Versicherer verfügbar
  • Maklermandat oft notwendig
  • Misstrauen gegenüber Betreiber

DAS INVESTMENT.com: Welche der sechs wichtigsten Bedenken von Insurtech-Kunden halten Sie für unberechtigt?

Christian Wiens: Beschwerden seitens unserer Kunden aufgrund technischer Fehler und Mängel sind sehr selten. Sollte es zu einem Problem kommen, ist unser technischer Kundendienst sofort parat. Wir haben in unserem Team hoch spezialisierte Kollegen im Bereich Produkt, die sich täglich mit der Suche nach Fehlern, deren Ausbesserung und einer noch schnelleren, effizienteren und kundenfreundlicheren App beschäftigen.

In einer Ihrer Passagen heißt es: „Den bisherigen Makler an ihrer Seite zu verlieren, fürchtete beispielsweise ein Getsafe-Nutzer. Er berichtet: „Bekomme unerwartet aus Post von einer fremden Versicherungsagentur… Habe alles zurück stellen lassen von meinem mir vertrauten Versicherungsvertreter.” Hierzu möchten wir feststellen: Es bedarf eines Maklermandats, um die Getsafe-App nutzen zu können. Bei der Registrierung für Getsafe wird das Maklermandat sehr transparent erklärt, muss gelesen und schließlich mit der eigenen Unterschrift signiert werden. Das findet bei einem traditionellen Versicherungsmakler nicht anders statt.

Darüber hinaus haften wir als unabhängiger und DIHK registrierter Versicherungsmakler wie jeder andere Makler auch für unsere Beratung, halten uns an die gesetzlichen Vorgaben und sind verpflichtet, das Beste für unseren Kunden heraus zu holen. Wir würden niemals ohne die explizite Beauftragung eines Kunden handeln und ohne dessen Einwilligung Verträge kündigen, neu abschließen oder verändern. Dies ist auch klar in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt.