Versicherungsmakler Sven Hennig rät Diese Menschen gehören nicht in die PKV

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Versicherungsmakler Sven Hennig Foto: Sven Hennig

In die PKV wechseln oder in der GKV bleiben? Diese Frage stellen sich viele Selbständige und Arbeitnehmer, die die Beitragsbemessungsgrenze überschritten haben. Oft ist der Wechsel in die PKV die bessere Option. Aber nicht immer, erklärt Versicherungsmakler Sven Hennig in seinem Blog

Vor allem Menschen, die mit dem Wechsel Geld sparen und gleichzeitig noch bessere Leistungen bekommen wollen, rät Hennig von der PKV ab. Denn das geht nicht - „zumindest nicht dann, wenn wir uns das Szenario wirklich bis zum Ende anschauen und nicht nur einen kurzen Blick auf die nächsten Monate und Jahre werfen“. Denn wenn man sich für eines der beiden Systeme zur Krankenversicherung entscheidet, sollte man 10, 20 oder sogar 30 Jahre im Voraus planen. Wer sich hier nur einen kurzen Zeitraum ansieht, mache einen großen Fehler, den er nur sehr schwer oder vielleicht gar nicht mehr korrigieren kann, so der PKV-Experte.

Heute zu sparen und im Alter mehr zu zahlen macht keinen Sinn

Schließlich ändert sich im Alter die Situation: Das Einkommen und die Steuerlast sinken, die Gesundheit verschlechtert sich. Es macht also laut Hennig keinen Sinn heute, wo Einkommen da ist und die Steuerbelastung hoch, Geld sparen zu wollen um im Alter, wenn weniger Geld da ist, einen hohen Beitrag zu zahlen.

„Es gibt viele Menschen in der PKV, welche da niemals sein sollten“, schreibt der Versicherungsmakler. Denn für einige Personengruppe ist die gesetzliche Krankenversicherung im Alter definitiv die billigere Alternative. Dazu zählt Hennig Menschen, die

  • eine kleine Rente haben
  • keine eigene Altersvorsorge betrieben haben
  • meinen die Ersparnis zur GKV sei in jungen Jahren zum Ausgeben da
  • nicht mit Geld umgehen können oder wollen
  • das bequemere System haben möchten
  • neben der gesetzlichen Altersrente keine weiteren Einkünfte haben wie zum Beispiel Lebensversicherungen, Direktversicherungen, Betriebliche Renten, Kapitaleinkünfte und mehr. 

Nicht in die PKV gehören damit laut Hennig: 

  • Existenzgründer (Ausnahmen gibt es bei Menschen mit großen, festen Aufträgen und Höchstbeitrag GKV)
  • Selbstständige mit stark schwankenden Einkommen (denn die PKV fragt nicht was Sie verdienen)
  • Eltern mit vielen Kinder oder dem Wunsch danach (auch hier gibt es Ausnahmen, wer 120.000 Euro Jahreseinkommen hat, viel Leistung möchte oder Bereiche absichern, welche über einen Zusatzschutz nicht absichert sind)
  • Menschen in höherem Alter. 

„Eine PKV ist wie ein Paar Schuhe – passt es nicht, macht es ein Leben lang irgendwann unerträgliche Schmerzen“.