Versicherungsmakler über VSH-Versicherung So umgehen Vermittler die Tippgeber-Haftung

Zwei Frauen unterhalten sich in einem Cafe in Berlin: Bei einem Gespräch unter Bekannten kann schon der ein oder andere kostenlose Anlagetipp fallen: Läuft aber etwas schief, muss der Vermittler als Tippgeber haften. Foto: Getty Images

Zwei Frauen unterhalten sich in einem Cafe in Berlin: Bei einem Gespräch unter Bekannten kann schon der ein oder andere kostenlose Anlagetipp fallen: Läuft aber etwas schief, muss der Vermittler als Tippgeber haften. Foto: Getty Images

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Wenn ein Tipp zum Haftungs-Fiasko wird

Vermittler und Berater haben das Vertrauen ihrer Kunden und gelten als Experten. Da wundert es nicht, dass Kunden auch nach einem Tipp in anderen Bereichen fragen. Warum auch nicht, denn Vermittler und Berater sind gut vernetzt und immer auf dem neusten Stand. Doch, was als Tipp oder Empfehlung gut gemeint war, kann für ein böses Erwachen sorgen und in einem Haftungsfiasko für den Tippgeber oder die Tippgeberin enden. 

Auch kostenlose Empfehlungen können in die Tippgeber-Haftung führen

Doch dieses Risiko ist vielen nicht bewusst. Denn rein rechtlich “führt der, auch beiläufig ausgesprochene, Rat oder Tipp eines Vermittlers bei seinem Kunden später zu einem Schaden, hat der Vermittler ein gehöriges Haftungsproblem, auch, wenn er dafür nie eine Vergütung erhalten hat.” Das heißt, wenn bei Kundengesprächen andere Produktbereiche angesprochen werden und hier gezielte Empfehlungen ausgesprochen werden, wird derjenige oder diejenige durch ihre Aussagen automatisch zum Tippgeber oder zur Tippgeberin. Enden die Empfehlungen oder Tipps zum Schaden des Kunden, ist die Person, die die Empfehlung oder den Tipp ausgesprochen hat, neben allen, die in die Tippgebung involviert waren, in der Haftung.

Das Haftungsrisiko wächst noch weiter, wenn für bestimmte Tipps keine Zulassung vorliegt. Angenommen ein Versicherungsvermittler gibt einen Tipp zu einem Finanzanlagenberater oder Vermögensverwalter. Hat der Tippgeber oder die Tippgeberin diese Zulassung nicht, steigt das Kostenrisiko für die Haftung immens, da in der Regel ohne Zulassung auch kein VSH-Schutz vorliegen wird. 

Ohne ausreichende VSH-Klausel geht’s ans Eingemachte

Hat der Tippgeber oder die Tippgeberin in der VSH (Vermögensschadenhaftpflicht) keine ausreichende Tippgeber-Klausel und hiermit keinen ausreichenden Schutz, haften sie im Schadenfall auch mit dem Privatvermögen. Das gilt auch, wenn der Tipp oder die Empfehlung nicht vergütet wurde.