Versicherungsvertrieb Steigender Makler-Absatz im Firmenkundengeschäft

Versicherungsvertrieb: Steigender Makler-Absatz im Firmenkundengeschäft | © unsplash.com

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Deutschlands Versicherungsmakler verzeichnen leichte Steigungen im Privat- und Firmenkundengeschäft. Das zeigt die aktuelle Erhebung des „MaklerAbsatzbarometer“, der vierteljährlich ein Stimmungsbild des Maklergeschäfts liefert. Demnach verzeichnet der Absatzindex für das Firmenkundengeschäft im vierten Quartal 2016 ein Plus um vier Punkte. Er befindet sich aktuell auf einem Hoch von 64. Im Sach-Bereich ist ebenfalls ein Anstieg um vier Indexpunkte auf 66 zu verzeichnen.

Zum Vergleich: Der Absatzindex für das Privatkundengeschäft schaffte im Vergleich zum dritten Quartal 2016 lediglich ein Plus um drei Indexpunkte auf 59. Doch auch bei den Privatkunden der deutschen Versicherungsmakler lässt sich ein Anstieg von 64 auf gegenwärtige 67 Indexpunkte ein starkes Geschäft im Bereich der Sach-Produkte konstatieren. In der Studie wird jeweils ein Indexstand im Wertebereich von 0 bis 100 ermittelt. Die so genannte Expansionsschwelle liegt bei 50 Punkten.

Insurtechs als Bedrohung?

Neben dem aktuellen Vermittlergeschäft beurteilen die Makler in der regelmäßig wiederholten Umfrage des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov auch ein bestimmtes Vertiefungsthema. Diesmal ging es um die so genannten Insurtechs, die das klassische Maklergeschäft angreifen. 30 Prozent der 265 im Dezember befragten Finanz- und Versicherungsmakler stufen diese Bedrohung als „sehr gering“ oder „gering“ ein. Auch das Risiko für das eigene Büro schätzen 58 Prozent als gering ein.

Eine Zusammenarbeit mit den neuen Online-Anbietern kann sich aktuell nur jeder fünfte Makler vorstellen. Bei der Wahl eines möglichen Kooperationspartners sagt jeder zehnte grundsätzlich kooperationsbereite Makler, dass er sich eine Zusammenarbeit mit dem Anbieter Simplr vorstellen kann. Gleich darauf folgen die Mitbewerber Covomo (9 Prozent), Finanzchef24 (8 Prozent) und Friendsurance (8 Prozent). Die knappe Mehrheit der Makler (54 Prozent) kann sich jedoch keine Kooperation mit einem der bereits etablierten Anbieter vorstellen.