Verstoß gegen Verhaltenskodex Vertriebsvorstand der Ergo freigestellt

Zentrale der Ergo Versicherungsgruppe in Düsseldorf: Der Konzern hat sich scheinbar von seinem Vertriebsvorstand getrennt. | © Ergo

Zentrale der Ergo Versicherungsgruppe in Düsseldorf: Der Konzern hat sich scheinbar von seinem Vertriebsvorstand getrennt. Foto: Ergo

Der Versicherer Ergo hat seinen Vertriebsvorstand, Stephan Schinnenburg, freigestellt. Der Grund: Laut Unterlagen arbeitsrechtlicher Auseinandersetzungen, die dem „Manager Magazin“ vorliegen, soll der Vertriebschef Drohungen gegen diejenigen Mitarbeiter ausgesprochen haben, die sich negativ über die neuen Vertriebsziele äußerten.

Dort heißt es angeblich, Schinnenburg wolle diese Kollegen sinnbildlich „an den Türrahmen hängen und dort so lange lassen, bis sie stänken“, zitiert das Magazin. In einzelnen Gesprächen soll er zudem gedroht haben, „keine Gefangenen zu machen“ und „jeden zu erschießen“, den er dabei ertappe, Ziele infrage zu stellen.

Auf Nachfrage des Manager Magazins bei der Ergo, antwortete der Konzern, er habe eine Prüfung des Sachverhalts eingeleitet. „Sollte sich dieser in der vorgetragenen Form bestätigen, werden wir uns von dem Betroffenen trennen“, heißt es in der Stellungnahme. Der Vorfall sei „ganz und gar nicht“ mit den Werten der Ergo vereinbar.