Vertrauen in die Altersvorsorge auf dem Tiefstand 3 von 4 Deutschen rechnen mit sinkendem Lebensstandard

Wohltätigkeitsorganisation veranstaltet Weihnachtsessen für Senioren: Die meisten Deutschen fürchten sich vor Altersarmut, sorgen aber nicht vor | © Getty Images

Wohltätigkeitsorganisation veranstaltet Weihnachtsessen für Senioren: Die meisten Deutschen fürchten sich vor Altersarmut, sorgen aber nicht vor Foto: Getty Images

ARTIKEL-INHALT 
//

Das Vertrauen in die Sicherheit der gesetzlichen, betrieblichen und privaten Altersvorsorge ist im Vergleich zum 4. Quartal 2015 deutlich gesunken. Das ergab die Umfrage zum DIA-Deutschland-Trend, die einmal jährlich die Stimmung unter den Bürgern und ihre Vorsorgebereitschaft ermittelt. Die Einschätzungen sind so niedrig wie seit 2010 nicht mehr.

Die stärkste Stimmungsverschlechterung erlebte die private Altersvorsorge. Offenkundig schlägt sich die öffentliche Diskussion über Niedrigzinsen und die nicht enden wollende Kritik an der Riester-Rente immer stärker in den Einschätzungen der Sparer nieder.

Nur 27 Prozent der Befragten wollen vorsorgen

Der Anteil der Befragten, die befürchten, den Lebensstandard im Alter senken zu müssen, nimmt gegenüber 2015 wieder erkennbar zu und bleibt damit weiter auf hohem Niveau. So erwarten immerhin 76 Prozent, dass sie im Alter nicht den gewohnten Standard fortsetzen werden können (2015: 69 Prozent).

Diese Einschätzung führt aber nicht in gleichem Maße dazu, dass durch ergänzende Vorsorge der finanzielle Spielraum im Alter ausgeweitet werden soll. Lediglich 27 Prozent der Befragten schätzen ihre bisherige Altersvorsorge als ungenügend ein und wollen in den kommenden zwölf Monaten mehr zur Absicherung im Alter unternehmen. 43 Prozent geben hingegen an, dass sie nicht vorsorgen und daran auch in den folgenden zwölf Monaten nichts ändern werden.