"Vielleicht hätte man am Vortag nicht so viel feiern sollen" So empören sich Berater über den BU-Beitrag im Handelsblatt

Versicherungsvermittler Sven Hennig (li.), Screenshot des Handelsblatt-Videos mit Martin Dowideit

Versicherungsvermittler Sven Hennig (li.), Screenshot des Handelsblatt-Videos mit Martin Dowideit

In einem am Dienstag veröffentlichten Video-Interivew für Orange, eine für junge Leute konzipierte Publikation von Handelsblatt, rät der Handelsblatt-Versicherungsexperte Martin Dowideit jungen Menschen zur Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung und KfZ-Versicherung (letztere beide sind in Deutschland allerdings Pflicht). Eine Handy-Versicherung lohne sich hingegen nicht: zu teuer, zu undurchsichtig, zu viele Ausschlussklauseln.

BU? Nur für gefährliche Berufe

So weit so vernünftig. Dann allerdings kommt Dowideit auf die Berufsunfähigkeits-Versicherung (BU-Versicherung) zu sprechen. Hier sei zu überlegen, ob man sich wirklich absichern wolle, wenn man jung sei und in einem ungefährlichen Beruf arbeite. Explizit rät Dowideit zwar nicht von einer BU-Police ab, in seiner Empfehlungsliste am Ende des Beitrags taucht sie aber ebenfalls nicht auf.

Damit löst der Handelsblatt-Mitarbeiter einen Aufschrei unter Finanzberatern und Versicherungsvermittlern aus. Es sei „erschreckend“, schreibt der auf BU und PKV spezialisierte Versicherungsvermittler Sven Hennig in seinem Blog. „Vielleicht hätte man am Vortag nicht so viel feiern sollen, dann wären wohl auch vernünftige Empfehlungen dabei heraus gekommen“.